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Niklas Svensson und Ove Ledström profitieren von zwei Routiniers

Von den »alten Schweden« lernen

Der eine lernt von seinem Vater, der andere vom Ex-Weltmeister: Die jungen Schweden Ove Ledström und Niklas Svensson absolvieren nicht nur beide eine sehr starke Grand-Prix-Saison, sie haben auch »alte Haudegen« an ihrer Seite.

Er mischte in Inzell ganz frech mit: WM-Youngster Ove Ledström (hinten links), hier vor Franz Zorn (Nr. 100), Max Niedermaier (hinten mit gelbem Helm) und Günther Bauer. (Foto: Wukits)

Bei Niklas Kallin Svensson (25 Jahre) ist es sein Vater Stefan (57 Jahre), der seinen Werdegang begleitet. »Es ist schon eine tolle Sache, dass wir gemeinsam die Reisen machen können und gemeinsam fahren«, freut sich Papa Svensson.

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Froh ist er auch darüber, »dass wir in Helmut Heimann einen sehr guten deutschen Tuner haben«. Daher »können wir uns vorwiegend darauf konzentrieren, bei Rahmen und Reifen nach Verbesserungen zu suchen.«

Auf dem Eis selbst gibt es nicht zu viel gegenseitige Rücksicht: »Da geht es oft hart zur Sache, manchmal fast schon zu hart. Aber natürlich will er mich schlagen«, weiß der Senior – und das passierte im Laufe der Saison auch schon öfter, unter anderem beim Grand Prix IX in Inzell. Er selbst habe »viel Routine und ein stabiles Level«, was ihm dabei helfe, in der Gesamtwertung immer noch vor seinem Sohn zu stehen. Doch die Zukunft gehöre Niklas. So sei 2017, wenn in Inzell das Finale der Team-WM stattfinden soll, wohl eher sein Sohn als er selbst im Einsatz, vermutet Stefan Svensson. »Denn die jungen Burschen haben das heuer mit der Silbermedaille in Togliatti (Russland, d. Red.) schon sehr gut gemacht«, lobt er Niklas Svensson, Ove Ledström und den auch einige Male eingesetzten Daniel Henderson. Es sei wichtig, dass die Jugend nachdränge und ihre Einsatzchancen bekommen. Schließlich »will ich irgendwann dann Niklas im GP näher an den Russen sehen.«

Das ist auch das Ziel des zweimaligen Weltmeisters Per-Olof Serenius, der nun Ove Ledström unterstützt. »Ove ist ein großes Talent. Er denkt sehr viel darüber nach, was er besser machen könnte und kümmert sich viel um sein Motorrad«, lobt Serenius seinen Schützling. »Sein Vater ist auch schon gefahren, und Ove selbst ist seit gut fünf Jahren aktiv.« Im ersten richtigen WM-Jahr habe Ledström bisher sehr überzeugt, lobt sein Mentor. Zumal auch in Schweden heuer die Saisonvorbereitung wegen der Wärme schwierig gewesen sei, »da sind einige Rennen in der Liga ausgefallen.« Im Grand Prix war Serenius nicht bei jedem Einsatz von Ledström dabei. »In Russland habe ich ihm geholfen, und jetzt wieder in Inzell«, so Serenius.

Der 68-Jährige hatte noch 2012 als Wildcard-Pilot beim Grand Prix in Uppsala (Schweden) selbst seinen Abschieds-Auftritt in der WM. Inzwischen ist der als »schnellster Feuerwehrmann der Welt« bezeichnete Serenius seit gut einem halben Jahr Rentner. Er genießt seine freie Zeit und fährt im Sommer viel mit dem Motorrad.

In Inzell gefällt es ihm gut, auch das neue Stadion. Aber »wenn das Wetter gut war, war es mit dem offenen Stadion noch schöner.« Im Jahr 2002 – als er sich beim Finale in Inzell den WM-Titel gesichert hatte – »war es so warm, dass die Leute am Sonntag im T-Shirt auf der Tribüne gesessen haben. Das ist eine tolle Erinnerung, das werde ich nie vergessen« schwärmt »Posa« Serenius. Diese Erfahrung kann Ledström zwar nicht machen, aber: Vielleicht klappt es ja mal mit dem WM-Titel – am liebsten bei einem Finale in Inzell ... who