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Alpinunfälle in Hintersee

Von der Genneralm: Bergsteiger am Tau ausgeflogen – Schwer verletzte Wanderin gerettet

Hintersee – Gleich zwei Mal waren am Samstag innerhalb kurzer Zeit Bergretter, Rettungkräfte und die Alpinpolizei wegen zweier Unfälle auf der Genneralm gefordert.

Foto: Bergwacht Berchtesgaden

Am Nachmittag unternahm ein 76-jähriger Salzburger im Gemeindegebiet von Hintersee eine Wanderung auf die Genneralm. Beim Abstieg wollte er ein Schneefeld zu umgehen, kam dadurch von der Forststraße ab und geriet in immer steileres Gelände.

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In einer Seehöhe von etwa 1000 Metern konnte der Mann im Bereich des Gruberbaches weder vor noch zurück und setzte daraufhin um 16.20 Uhr einen Notruf ab. Auf Grund der unbekannten Lage und der Weitläufigkeit des Geländes wurde von der Bergrettung ein Sucheinsatz unter Einbindung der Flugpolizei gestartet.

Der Wanderer konnte schließlich im äußerst unwegsamen Gelände von der Bergrettung unverletzt entdeckt werden. Er wurde vom Team des Polizeihubschraubers mit einem 30 Meter langen Tau unverletzt ausgeflogen. Insgesamt waren elf Mitglieder der Bergrettung, das Team des Einsatzhubschraubers des BMI und zwei Alpinpolizisten im Einsatz.

Zweiter Unfall am Nachmittag

Zu dieser Zeit unternahm auch eine 63-jährige Oberösterreicherin eine kurze Wanderung von Lämmerbach auf die Genneralm. Sie stieg über den markierten Steig entlang des Gennerbachs auf und verließ dabei teilweise auch den Weg.

Auf einer Seehöhe von etwa 1150 Metern rutschte sie bei der Überquerung eines Bachbetts auf einem Steig aus und schlug mit der rechten Schulter hart auf einem Stein auf, wodurch sie sich eine schwere Schulterverletzung zuzog.

Die Verletzte fixierte nach dem Sturz ihre Schulter mittels einer Trageschlinge und stieg noch bis zur nahe gelegenen Genneralm auf, wo sie hoffte, dass eine der Hütten geöffnet wäre. Da dies nicht der Fall war, setzte sie per Handy um 17.45 Uhr einen Notruf an die Leitstelle des Roten Kreuzes Salzburg ab.

Da sich zur Unfallzeit im Bereich der Genneralm bereits Einsatzkräfte der Bergrettung Salzburg und St. Gilgen sowie zwei Alpinpolizisten aus Strobl aufgrund des anderen Alpineinsatzes aufhielten, konnte die Verletzte innerhalb weniger Minuten von drei Bergrettern aus St. Gilgen und einem Alpinpolizisten erreicht und zu den nahe abgestellten Einsatzfahrzeugen geleitet werden. Sie wurde mit dem Polizeifahrzeug ins Tal gefahren, wo sie von Mitarbeitern des Roten Kreuzes übernommen und ins Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht wurde.

Pressemeldungen der Polizei Salzburg