Vorarbeiten an der Alzbrücke beginnen im Herbst

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Auf Höhe des Hotels Wassermann (rechts) soll im Zuge der Alzbrückensanierung in Seebruck auf der Staatsstraße eine Querung für Radfahrer mit Ampelregelung errichtet werden. Die Radfahrer sollen dann generell auf der nördlichen Seite der Brücke (links) entlang geführt werden. Foto: Rasch

Seeon-Seebruck – Im Herbst soll mit den Vorarbeiten für die Sanierung der Alzbrücke in Seebruck begonnen werden. Nach einer sogenannten Vorschüttung in der Alz, soll Anfang des kommenden Jahres dann der Brückenüberbau demontiert werden. Das Straßenprojekt soll dann bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.


Ein genaues Zeitfenster, wann heuer mit den Vorarbeiten begonnen wird, kann das Staatliche Bauamt Traunstein zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausmachen: »Die Angebotsfrist der Baufirmen läuft gerade«, sagte Florian Paukner auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts.

Sobald die Baufirma feststeht, könne auch mit der Gemeinde Seeon-Seebruck ein Termin für eine Bürgerinformationsversammlung vereinbart werden. Die Gemeinde sei schon mehrfach im Amt vorstellig geworden, mit der Bitte, die Bürger über den Bauverlauf zu informieren. Die Baumaßnahme bringt unweigerlich eine große Verkehrshürde mit sich.

Während der Bauzeit muss der gesamte Auto- und Lkw-Verkehr, der tagtäglich über die Brücke rollt, umgeleitet werden. Die offizielle Umleitung soll nach Angaben des Staatlichen Bauamts über die B 304 in Altenmarkt erfolgen. Eine Umleitung über Truchtlaching würde dort weder die Alzbrücke noch die Ortsdurchfahrt verkraften, hieß es. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß wird aber eine Querung der Alz in Seebruck während der gesamten Bauzeit möglich sein.

Um von A nach B zu gelangen, wird noch vor dem Abbruch der Bestandsbrücke an der Nordseite eine Behelfsbrücke errichtet. Diese Behelfsbrücke in Form eines Holzstegs, soll nach der Sanierung der Brücke dann wieder zurückgebaut werden. Der Fahrradverkehr soll jedoch auch nach der Sanierung auf der Nordseite der Brücke, also an der flussabwärts zugewandten Seite, geführt werden, während auf der Südseite ein Gehweg entstehen soll.

Für die Radfahrer bedeutet dies, dass sie auf Höhe des Hotels Wassermann die Staatsstraße überqueren müssen, um sowohl aus östlicher als auch aus westlicher Richtung wiederum auf den Chiemsee-Rundweg zu gelangen. Die Querung für die Radfahrer soll mit Ampeln geregelt werden. Die Ampelregelung respektive die Regelung, den Fahrradverkehr auf der Nordseite der neu sanierten Brücke zu führen, wurde bereits in einer Gemeinderatssitzung im Juni diesen Jahres kontrovers diskutiert. Die Mehrheit des Gremiums begrüße jedoch die Pläne des Staatlichen Bauamts.

Mit dieser Lösung nicht einverstanden ist der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, Bernd Ruth. Seiner Meinung nach würde eine Ampellösung zu Stauungen führen und keinerlei Sicherheit für die Radfahrer bringen. Er hat sich nun an den Abwasser- und Umweltverband Chiemsee gewandt.

ga