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Trainer Remo Krug. (Foto: DSV)

Vorfreude auf die Biathlon-EM am Arber: »Rechnen uns einiges aus«

Mit einem großen Aufgebot ist das deutsche Team bei der Biathlon-Europameisterschaft der Erwachsenen am Arber vertreten. Für die Heim-EM sind sechs Männer und sieben Frauen nominiert. »Wir rechnen uns schon einiges aus. Wir erhoffen uns je eine Medaille in den Staffeln und möglichst auch bei Damen und Herren je eine Einzelmedaille« zeigt sich Trainer Remo Krug – verantwortlich für den deutschen Perspektivkader der Männer – insgesamt zuversichtlich. »Aber wir wissen natürlich, dass die Wettkämpfe sehr stark besetzt sind.« 


Doch auch die Deutschen haben einiges zu bieten. So sind bei den Männern unter anderem Philipp Horn (SV Frankenhain), Lucas Fratzscher (WSV Oberhof) und Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg) dabei, die zuletzt beim Weltcup in Antholz mitmischen durften. Strelow hatte als 22. im Einzellauf überzeugt, Horn und Fratzscher hatten in der Staffel mit den Olympia-Fahrern Roman Rees (SV Schauinsland) und David Zobel (SC Partenkirchen) überraschend den dritten Platz erkämpft. »Das war schon herausragend und sollte dem ganzen Team einen Motivationsschub für die EM bringen«, hofft der Inzeller. Zudem empfahlen sich über gute Ergebnisse im Deutschlandpokal auch Simon Kaiser (WSV Oberhof), Dominic Schmuck (SC Schleching) und Matthias Dorfer für die EM, die am morgigen Mittwoch mit den Einzelläufen der Männer (10.15 Uhr) und Frauen (14 Uhr) beginnt.

In diesem Einzellauf der Frauen wird Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt Ruhpolding) pausieren. Schließlich hatte die 34-Jährige in Antholz alle drei Rennen (Einzellauf, Staffel und Massenstart) mitgemacht und soll sich daher von diesem kräftezehrenden Programm etwas erholen. Zudem ist Hildebrand ja auch noch als Olympia-Ersatzfrau für das deutsche Team nominiert: Sollte eine Sportlerin aus dem deutschen Quintett ausfallen, würde sie sogar noch kurzfristig die Reise nach Peking mit antreten.

Statt Hildebrand kommt im Einzellauf auf jeden Fall ihre Vereins- und Stützpunktkollegin Karolin Horchler zum Einsatz: Die 32-Jährige hatte zuletzt beim Deutschlandpokal in Oberhof überzeugt und bei ihrem Doppelsieg (Sprint und Massenstart) dominiert.

»Nach dem Einzellauf entscheiden wir, welche sechs unserer sieben Sportlerinnen wir dann für die nächsten Wettkämpfe nominieren«, so Tobias Reiter, der für den Perspektivkader der deutschen Frauen zuständig ist. Neben Hildebrand und Horchler hat der Oberwössner noch Janina Hettich (SC Schönwald), Juliane Frühwirt (SVM Tambach-Dietharz), Hanna Kebinger (SC Partenkirchen). Marion Wiesensarter und Sophia Schneider (beide SV Oberteisendorf) im Aufgebot.

Dass Frühwirt, Hettich, Kebinger und Schneider zuletzt beim Weltcup mitmischen konnten (Wiesensarter pausierte leicht angeschlagen), sieht er mit etwas gemischten Gefühlen. Einerseits sei das »eine tolle Motivation«, andererseits »haben sie mit den zwei vorherigen IBU-Cup-Wochen (bzw. sogar Weltcup-Wochen) jetzt schon die vierte Wettkampfwoche in Serie – das ist von der Vorbereitung her nicht ganz ideal. Aber wir hoffen, dass noch genug Energie im Tank ist, um gute Rennen zu laufen. Wir haben ja immerhin ein paar Tage dazwischen, um zu regenerieren.« Dann soll es möglichst mit »Vollgas« in die Rennen gehen. Die Voraussetzungen scheinen gut: »Hier am Arber haben wir genug Schnee«, freut sich Krug.

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