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Der TSV Teisendorf will in der neuen Kreisliga-Saison vorne mitspielen. Trainer Andreas Brandl kann dabei auf'einige namhafte Neuzugänge setzen. (Foto: Butzhammer)

Vorhang auf für die »Autobahnliga«

Vorhang auf für die »Autobahnliga« – als solche kann man ja die Fußball-Kreisliga 1 nach der Neueinteilung durchaus bezeichnen. Heute (19.30 Uhr) duellieren sich Bezirksliga-Absteiger SV Westerndorf und Aufsteiger SV Schloßberg im Stadion an der Römerstraße zum Derby, und der Sieger darf auf alle Fälle eine Woche lang den »Platz an der Sonne« genießen. Der Grund: Die restlichen sechs Partien der 1. Runde gehen erst von 12. bis 14. August über die Bühne.

»Wie viele andere Vereine auch, so haben wir mit ein paar Verletzten und Urlaubern zu kämpfen«, sagt Schloßbergs selbst spielender Abteilungsleiter Markus Zwigl, »trotzdem ist es natürlich eine tolle Sache, dass wir das Eröffnungsspiel machen dürfen. Und dann gleich noch so ein Derby.« Während die Mannen von SVS-Coach Helmut Faber »nur« den Klassenerhalt anpeilen, dürften die Westerndorfer Ziele ein wenig höher sein, auch wenn sich das Ensemble von Franz Pritzl nach einigen hochkarätigen Abgängen im Umbruch befindet. Vom direkten Wiederaufstieg sprechen derzeit nicht mal die kühnsten Optimisten im SVW-Lager.

Zu den Favoriten auf den Bezirksliga-Aufstieg zählt neben dem Vorjahres-Vizemeister der Kreisliga 2, SG Schönau, vor allem der ASV Au – der im Vorjahr eine sehr starke Saison in der Kreisliga 1 gespielt hat – und TSV Teisendorf, der sich sehr gut verstärken konnte und mit Tobias Janietz und Lukas Pöllner nun sogar zwei ehemalige Regionalliga-Kicker des SV Wacker Burghausen im Kader hat. Janietz hat sich sogar im Stadion an der Grünwalder Straße verewigt: Am 2. Spieltag der Regionalliga-Saison 2017/18 erzielte er die Burghauser 1:0-Führung gegen die Münchner »Löwen«, ehe sich am Ende der TSV 1860 mit 3:1 durchsetzte. Eigenen Angaben zufolge möchte auch der BSC Surheim eine gute Rolle spielen, das offizielle Ziel der Gelb-Schwarzen von Trainer Hubert Berger lautet immerhin »Top-5-Platzierung«.

Wenn man die etwa zehn bis zwölf Spieler mitzählt, die wegen der Fusion des SV Söllhuben (bisher Kreisliga 1) mit dem SC Frasdorf (bisher Kreisklasse 1) aus Frasdorf dazu gekommen sind, so darf sich die Liga auf 75 neue Gesichter freuen, denen nur 34 Abgänge gegenüber stehen. Die meisten Neuen melden der SC Anger (13), Aufsteiger TSV Bad Reichenhall (12) und der SV Westerndorf (7), die wenigsten der »Club« aus Ham-merau (2). Allerdings sind es in Anger und in der Kurstadt zahlreiche Junioren, die den Kader auffüllen, so dass Masse nicht unbedingt gleichbedeutend mit Klasse sein muss. Spitzenreiter in puncto Abgänge ist Westerndorf (9) vor Anger (4).

Die meisten Trainer blieben den 14 Vereinen erhalten: Neuling SC Vachendorf hat zwar mit Manfred Reidinger (zuletzt bei den Bezirksliga-Damen der SG Fridolfing/Laufen/Leobendorf engagiert) einen neuen Cheftrainer verpflichtet, doch der bisherige Boss an der Seitenlinie, Martin Meier, bleibt der Truppe aus dem Landkreis Traunstein als Co-Trainer erhalten.

Ein »bisschen« neu ist auch Marcus Moser, der erste Coach der neu gegründeten SG Söllhuben/Frasdorf. Da er jedoch zuletzt den SCF unter seinen Fittichen hatte, kennt er logischerweise die halbe Mannschaft bestens – und ist für diese Spieler auch kein Unbekannter. »Wir peilen im ersten Jahr nach dem Zusammenschluss den Klassenerhalt an«, so SG-Pressesprecher Marco Steinacher. Ähnlich bescheiden gibt man sich auch in Anger, Reichenhall und Vachendorf.

cs