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Vorjahressieger Djokovic wieder im US-Open-Halbfinale

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Vorjahressieger
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Novak Djokovic steht nach dem Sieg über Juan Martin Del Potro im Halbfinale. Foto: Jason Szenes Foto: dpa
Vorhand
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Mit einer kräftigen Vorhand returniert Juan Martin Del Potro den Ball. Foto: Jason Szenes Foto: dpa
Return
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Novak Djokovic schlägt einen Ball von Juan Martin Del Potro beidhändig zurück. Foto: Jason Szenes Foto: dpa
Schweißtreibend
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Juan Martin Del Potro wirkt erschöpft, als er sich den Schweiß von der Stirn wischt. Foto: Justin Lane Foto: dpa
Glücklich
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David Ferrer (l) jubelt. Nach viereinhalb Stunden hat er sich gegen Janko Tipsarevic durchgesetzt. Foto: John G. Mabanglo Foto: dpa
Rien ne va plus
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Da geht nichts mehr. Janko Tipsarevic fällt im Viertelfinale gegen David Ferrer aufs Spielfeld. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa

New York (dpa) - Titelverteidiger Novak Djokovic steht bei den US Open im Halbfinale. Der Weltranglisten-Zweite aus Serbien bezwang am Donnerstag den Argentinier Juan Martin del Potro mit 6:2, 7:6 (7:3), 6:4.


«Ich liebe Night Sessions. Danke an euch alle, dass ihr so lange ausgehalten habt», sagte Djokovic 40 Minuten vor Mitternacht (Ortszeit) nach dem phasenweise hochklassigen Match. «Ich freue mich sehr, hier wieder im Halbfinale zu sein.»

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Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft der 25-Jährige bei dem Grand-Slam-Turnier in New York am Samstag auf David Ferrer. Der Spanier hatte sich gegen den Serben Janko Tipsarevic in einem Fünf-Satz-Krimi über 4:31 Stunden mit 6:3, 6:7 (5:7), 2:6, 6:3, 7:6 (7:4) durchgesetzt. «Das wird ein weiterer großer Kampf. Er ist einer der beständigsten Spieler auf der Tour», sagte Djokovic.

Das zweite Halbfinale bestreiten Federer-Bezwinger Tomas Berdych aus Tschechien und der britische Tennis-Olympiasieger Andy Murray. In der Damen-Konkurrenz stehen sich im ersten Halbfinale die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland und die russische French-Open-Siegerin Maria Scharapowa gegenüber. Im zweiten Semifinale spielen die Amerikanerin Serena Williams und Angelique-Kerber-Bezwingerin Sara Errani aus Italien gegeneinander.

Djokovic und del Potro standen sich zum dritten Mal in etwas mehr als einem Monat gegenüber. Bei Olympia hatte der Argentinier das Spiel um Platz drei gewonnen und die Bronzemedaille geholt. Beim Vorbereitungsturnier in Cincinnati vor den US Open setzte sich Djokovic im Halbfinale gegen den New-York-Sieger von 2009 durch.

Und auch diesmal demonstrierte der gebürtige Belgrader vom ersten Ballwechsel an, dass er sich auf dem Weg zu seinem 10. Grand-Slam-Halbfinale in Serie nicht aufhalten lassen will. Del Potro wirkte nach seinem erst am Vortag zu Ende gegangenen Achtelfinale gegen Andy Roddick etwas müde und nicht ganz so konzentriert wie gegen den Amerikaner, dessen Tennis-Karriere er mit dem Sieg beendet hatte.

Nach 3:06 Stunden Spielzeit musste sich der Weltranglisten-Achte aus Argentinien geschlagen geben und Djokovic zum sechsten Sieg im achten Vergleich gratulieren. Auch gegen seinen nächsten Gegner Ferrer hat der fünfmalige Grand-Slam-Turniersieger Djokovic eine positive Bilanz und bislang von 13 Vergleichen acht gewonnen.

Doch der Spanier, immerhin die Nummer fünf der Welt hinter den Großen Vier Roger Federer, Rafael Nadal, Djokovic und Murray ist aktuell in starker Verfassung. Im bislang spannendsten und besten Spiel des Turniers hatte er sich mit dem vier Plätze tiefer notierten Tipsarevic viereinhalb Stunden lang auf Augenhöhe duelliert - und im fünften Satz einen 1:4-Rückstand noch aufgeholt.

«Dieses Spiel verdient keinen Verlierer», twitterte Basketball-Star Dirk Nowitzki während der Partie. «Zwei großartige Kämpfer», schrieb Altstar Boris Becker in dem Kurznachrichtendienst. Als es im fünften Satz in den Tiebreak ging, erhoben sich die Zuschauer im größten Tennisstadion der Welt von ihren Sitzen und applaudierten den beiden Protagonisten des beeindruckenden Spektakels. Nach seinem ersten Matchball fiel Ferrer auf die Knie und küsste den Betonboden im Arthur Ashe Stadium. «Er hätte es heute genauso verdient gehabt, zu gewinnen», sagte Ferrer später.