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Vorsicht! Die Nachbarn wollen den Baum klauen

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Gestohlener Maibaum
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Ein gestohlener Maibaum wird zurückgebracht. Das Lösegeld: leckeres Essen und Getränke. Foto: Dieter Endlicher/dpa Foto: dpa

In vielen Orten in Deutschland steht am 1. Mai ein Baum mehr als sonst. Das ist ein Maibaum. Meist sind es hohe Baumstämme, die dafür bunt geschmückt werden mit Kränzen und Bändern etwa. So ein Maibaum wird mitten im Dorf oder in der Stadt aufgestellt, um drumherum den Beginn des Frühlings zu feiern mit Tanz und leckerem Essen.


Aber Achtung! So ein Maibaum muss gut bewacht werden. Denn häufig wollen sich Leute aus dem Nachbarort einen Spaß machen und den Maibaum klauen. Dieses Stibitzen ist ein alter Brauch.

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Damit die Diebe keinen Erfolg haben, hält meist jemand am Maibaum Wache. Nacht für Nacht. Man darf dabei nicht einschlafen! Weil das ganz schön anstrengend ist, haben sich ein paar Menschen gedacht: Wir bauen uns lieber eine Alarmanlage.

In einem Dorf im Bundesland Bayern zum Beispiel hatten die Maibaum-Beschützer einen Bewegungsmelder im Baum versteckt. So ein Gerät gibt ein Signal, wenn jemand zu nah herankommt. Als dann Leute den Baum auf einen Traktor luden, lösten sie einen Alarm aus. Sofort eilten die Bewacher herbei.

Einige Gruppen nutzen auch Kameras. Damit brauchen sie nicht nachts draußen sitzen, sondern können den Maibaum am Bildschirm bewachen. Andere Gruppen nutzen Lichtschranken. Läuft da jemand durch, bekommen sie ein Signal auf ihr Handy.

Aber selbst wenn die Diebe es trotzdem schaffen, einen Maibaum zu stibitzen, fällt das Fest am 1. Mai nicht aus. Denn zum Brauch gehört es auch, den Baum zurückzugeben. Nur fordern die Diebe dafür ein Lösegeld. Keine Euros - sondern gutes Essen und Getränke.