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Vulkan und Zweierbob als Knackpunkte

Wals-Siezenheim (SPP) – Der Schönauer Hans Klegraefe eröffnet am 8. Juni die erste Fußballgolfanlage Österreichs in Siezenheim. Im Interview erzählt er von der Suche nach dem passenden Grundstück, was den Reiz des Sportes ausmacht und warum Sandbunker was für Taktiker sind.

Das Schönauer Ehepaar Martina und Hans Klegraefe fiebert freudig der Eröffnung ihrer Soccerpark-Anlage Anfang Juni entgegen. Foto: privat

Wieso baut ausgerechnet ein Bayer Österreichs ersten Soccerpark?

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Hans Klegraefe: Ich komme aus Schönau am Königssee und habe bei uns in der Gegend leider kein geeignetes Grundstück gefunden. Das muss nämlich nicht nur groß genug sein und mindestens 2,5 Hektar haben, es muss auch von der Kubatur passen, es muss erreichbar sein, sollte aber nicht direkt an einer Hauptstraße liegen, Kanal- und Stromanschlüsse sind erforderlich und eine schöne Landschaft drum herum ist auch wünschenswert.

Wie schwer war es, in Salzburg das geeignete Grundstück zu finden?

Klegraefe: Eigentlich gar nicht, da hat mir der Zufall sehr geholfen. Nachdem abzusehen war, dass ich das Projekt auf bayerischer Seite nicht realisieren kann, habe ich Kontakte in Salzburg genutzt und bin über Bekannte von Bekannten auf die Pfenninger Alm in Siezenheim gestoßen. Die Fläche der ehemaligen Driving Range bot sich an, das Grundstück ist bereits entsprechend gewidmet und die tolle Alm gleich nebenan ist natürlich perfekt.

Wie groß ist die Soccerpark-Anlage?

Klegraefe: Wir haben 3,2 Hektar zur Verfügung und somit viel Platz für die 18 Spielbahnen mit besonderen Hindernissen. Die einzelnen Ziele sind rund 60 Zentimeter große Ringe im Boden, es sind aber auch Netze, höher gelegene Töpfe und sogar ein Zweierbob vom Königssee fungiert als Ziel. Alle Bahnen sind zwischen 50 und 175 Meter lang, die Gesamtstrecke beträgt rund zwei Kilometer.

Wer ist die Zielgruppen für diese Trendsportart?

Klegraefe: Die Anlage ist sowohl für Einheimische als auch für Urlaubsgäste und Gruppen gedacht, wir rechnen mit einem Einzugsgebiet von circa 100 Kilometern. Das Tolle am Fußballgolf ist, dass es jeder spielen kann, vom Kind bis zum rüstigen Rentner. Dementsprechend breit wird unser Publikum gefächert sein. Man braucht keinerlei Fußballerfahrung, im Gegenteil, es kommt viel auf die richtige Taktik und auf Gefühl an. Ich kann mir vorstellen, dass so manche Frau ihren Mann auf dem Platz besiegen wird. Neben den Hindernisbahnen haben wir noch einige Sandbunker und Hügel angelegt, die man geschickt mitnutzen kann.

Haben Sie selbst schon den ganzen Parcours gespielt?

Klegraefe: Natürlich und ich kann sagen: Der Vulkan und der Zweierbob sind richtige Knackpunkte, da werden sich viele Spielrunden entscheiden. Auch bei den sechs stehenden Holzstämmen hatte ich so meine Probleme. Letztlich lag ich zwölf Schläge über Par 72. Beim Soccergolf gelten dieselben Regeln wie beim Golf. Grünneulinge brauchen sich keine Sorgen zu machen, bei uns wird alles genau erklärt.

Wie viel Geld haben Sie in den Platz investiert?

Klegraefe: Das Grundstück ist gemietet, Eigentümer sind die Besitzer der Pfenninger Alm. In den Ausbau und die Hindernisse habe ich circa 150 000 Euro reingesteckt. Wir haben jetzt schon für den Juni und Juli etliche Gruppenanmeldungen und Reservierungen vorliegen, von Schulklassen genauso wie von Vereinen und einer Eventagentur. Es kommen derzeit fast täglich Anrufe rein, das freut mich natürlich sehr.

Sind weitere Anlage in Österreich geplant?

Klegraefe: Wir sind darauf ausgerichtet, weitere Soccerparks zu eröffnen. Wenn so eine Planung und das System einmal stehen, lässt sich das Konzept überall umsetzen, vorausgesetzt man hat ein entsprechendes Grundstück. Ich könnte mir auch ein Franchising vorstellen. Aber jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf die Anlage in Siezenheim.

Was ist für die große Eröffnungsfeier am 8. Juni geplant?

Klegraefe: Wir erwarten zur Eröffnung jede Menge Prominenz aus Sport und Politik. Um 11 Uhr wird offiziell das Band durchgeschnitten und ab 13 Uhr kann gespielt werden. Je nach Wetterlage werden wir zum Beispiel den ersten Spielball mit einem Gleitschirm einfliegen lassen. Den Erlös des Spielbetriebs vom Eröffnungstag spenden wir der Salzburger Kinderkrebshilfe Sonneninsel, die das Geld für den Innenausbau des psycho-sozialen Nachsorgezentrums in Seekirchen am Wallersee benötigt.