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VW-T4-Bus an der Grenze beschlagnahmt

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Blaulicht
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Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/Archiv Foto: dpa

Walserberg - Ein nicht ganz alltäglicher „Fetzenflieger“ wollte Freitagmittag am Grenzübergang Walserberg nach Deutschland einreisen. Der VW-T4-Bus mit rumänischer Zulassung war bereits auf den ersten Blick erkennbar in derart desolatem Zustand, dass die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein mit der genaueren Begutachtung des Fahrzeugs beauftragt wurde. Die Beamten der VPI staunten dann auch nicht schlecht, als sie den betagten VW-Bus genauer unter die Lupe nahmen.


So wurde der defekte Bremskraftregler für die Hinterachse einfach mit handverlegten Bremsleitungen umgangen; die sich daraus ergebende Überbremsung der Hinterachse stellte ein erhebliches Schleuderrisiko für das Fahrzeug dar.

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Die vorderen Bremsleitungen wurden vermutlich im Zuge missglückter Reparaturversuche geknickt und drohten durchzubrechen.

Das Handbremsseil war abgerissen. Um den Rest der Handbremsbetätigung nicht die Straße entlang zu schleifen, wurde dieser mit Kabelbindern am Fahrzeugboden fixiert. Die Fahrzeugtüren waren teils nur mehr entweder von innen, oder von außen zu öffnen. Zur Entriegelung der Heckklappe ragte aus dem Loch, welches der fehlende Heckscheibenwischer bot, ein Stück Draht. Die Sicherheitsgurte waren zum Teil defekt. An der Vorderachse waren für den Golf IV passende Reifen montiert, die mit dem Gewicht des T4 völlig überlastet wurden. Die Hinterreifen indes waren stark genug, allerdings auch anderer Größe als die Vorderreifen. Die Karosserie des Fahrzeugs war derart großflächig durchgerostet, dass der begutachtende Beamte von außen einen Blick auf das Schuhwerk eines Fondpassagiers werfen konnte.

Der Fahrer dieses „Schmuckstücks“ musste schließlich den Autoschlüssel abgeben, die Weiterfahrt wurde an Ort und Stelle untersagt.