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Wählen wie die Erwachsenen

Bastians Wahltag begann so wie immer. Waschen, anziehen, frühstücken, Zähne putzen, dann ging es los zur Schule. Bastian ist neun Jahre alt und geht in die vierte Klasse einer Grundschule im Bundesland Bayern.

Bastian bei der U18-Wahl
Bastian hat am Freitag bei der U18-Wahl mitgemacht. Foto: Stefan Puchner/dpa Foto: dpanitf3

Am Freitag hatte er aber einen besonderen Schultag vor sich. Bastian machte bei der U18-Wahl mit. Diese Wahl läuft so ähnlich ab wie die Bundestagswahl am 24. September. An diesem Tag stimmen Millionen Wähler in Deutschland über den Bundestag ab. Danach entscheidet sich, welche Parteien die Regierung bilden.

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Mitmachen dürfen allerdings nur Menschen ab 18 Jahren. Bei der U18-Wahl ist das anders. An vielen Orten in Deutschland kreuzten Kinder und Jugendliche am Freitag an, welche Partei sie am besten finden.

Bastian sind bislang am ehesten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Herausforderer Martin Schulz aufgefallen. «In den ganzen Städten hängen lauter Plakate», sagt er. Auch im Radio habe er schon von der Wahl gehört. Nun hat er selbst entschieden. Vorsichtig steckte Bastian seinen Zettel in den Schlitz der Wahlurne. Wen die Kinder wählten, mussten sie nicht verraten.

Für die große Wahl am 24. September zählen ihre Stimmen nicht. Trotzdem finden die Erfinder die Abstimmung wichtig: Viele Themen in der Politik gingen schließlich auch Kinder und Jugendliche etwas an. Außerdem wissen Bastian und die anderen Teilnehmer jetzt besser, wie so eine Wahl und die Politik abläuft.

Und worum sollten sich die Politiker kümmern, ginge es nach Bastian? «Um die armen Menschen», antwortet er. «Es ist doch schade, wenn die nichts haben.» Dafür könnten reichere Leute etwas von ihrem Geld abgeben.