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Einstimmiger Beschluss des Gemeinderats – Profitieren von günstigem Preis und Erreichbarkeit

Waginger Strom für Taching und Wonneberg

Waging am See – Ab dem neuen Jahr gibt es den Waginger Strom auch für Wonneberg und Taching. Der Waginger Gemeinderat hat sich einstimmig dazu bereit erklärt, den Strom auch an die Nachbargemeinden zu liefern, die dies schon seit längerem gerne gehabt hätten. Inzwischen seien, so Werkeleiter Heinrich Thaler, bei den Gemeindewerken personell und technisch die Voraussetzungen dafür geschaffen worden.

Symbolisch übergab Werkeleiter Heinrich Thaler (rechts) Antragsformulare an Tachings Bürgermeisterin Ursula Haas und an Wonnebergs Bürgermeister Martin Fenninger. (Foto: Eder)

Wie Thaler erläuterte, seien die Gemeindewerke jetzt auf diese neue Aufgabe gut vorbereitet: durch eine entsprechende EDV-Ausrüstung, durch einen zusätzlichen Mitarbeiter und auch durch die Reservierung der geschätzten zusätzlichen Strommengen. So könnten auch die Bewohner der beiden Nachbargemeinden von den Waginger Vorteilen eines günstigen Strompreises und einer unbürokratischen Verwaltung profitieren.

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Dazu kommt noch, dass der schon sehr günstige Strompreis der Gemeindewerke Waging ab dem neuen Jahr noch günstiger wird. Im Waginger Außenbereich, in dem die Werke nur als Stromhändler auftreten und zu dem künftig auch Wonneberg und Taching gehören, sinkt der Preis um 0,4 auf brutto 25,8 Cent.

Laut Thaler haben sich die Nachbargemeinden schon vor Jahren an die Marktgemeinde mit der Bitte gewandt, doch auch den Strom von den Waginger Gemeindewerken beziehen zu können. Dies sei in der Vergangenheit aber immer abgelehnt worden, da Waging befürchtet hat, dass damit die Nachbargemeinden aus dem Gewinn der Waginger Werke gefördert werden; diese Befürchtung gebe es inzwischen aber nicht mehr. Es sei sogar möglich, dass ein kleiner Gewinn übrig bleiben werde. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Waging draufzahlen müsse, könnte man ohne Weiteres den Aufwand der Gemeindewerke an die beiden Gemeinden verrechnen, so Thaler.

Den Preisunterschied zwischen dem Waginger Strom und dem Strom der Bayernwerk AG bezifferte Thaler auf rund 1,6 Cent pro Kilowattstunde, was übers Jahr hinweg für einen Haushalt 60 bis 100 Euro ausmachen könnte. Das aber sei gar nicht der Hauptgrund, warum Bürger der Nachbargemeinden unbedingt den Strom von den Waginger Gemeindewerken beziehen wollten. Vielmehr seien die Erreichbarkeit und die Bürgernähe das größte Argument: »Die Leute haben es satt, in Callcentern zu landen. Hier kann man mit den Leuten persönlich reden.« Die Gemeindewerke gehen davon aus, dass nach und nach an die 200 Haushalte zum Waginger Strombezug wechseln werden.

Erfreut haben sich die Bürgermeister von Taching und Wonneberg, Ursula Haas und Martin Fenninger, darüber geäußert, dass sich die Gemeindewerke jetzt mit der Stromlieferung gegenüber den Nachbargemeinden geöffnet haben. Ursula Haas sprach an, dass die Bürger den Bezug von Strom aus Waging schon seit langem gewünscht hätten, nicht zuletzt wegen des Vorteils, hier Ansprechpartner vor Ort zu haben. Fenninger fügte hinzu, dass auch die Tatsache, dass der Strom zu 100 Prozent aus regenerativer Erzeugung stamme, von vielen Bürgern begrüßt werde.

Außerdem wurde der Gemeinderat darüber informiert, dass Robert Stief ab Februar Stellvertretender Leiter der Gemeindewerke wird. Er macht derzeit seine Ausbildung als Ver- und Entsorger. Er passe hervorragend ins Team, sagte Zweiter Bürgermeister Christian Reiter. Stief sei derzeit dabei, seine Meisterprüfung in Abwassertechnik abzulegen, ab Februar wird er dann fest im Rathaus sein. he