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Stimmabgabe im »Werk 34« und im Bad Reichenhaller »Haus der Jugend« möglich

Wahllokale für Kinder und Jugendliche

Berchtesgaden – Neun Tage vor der regulären Bundestagswahl können alle unter 18 Jahren ihre Stimme bei der U18-Wahl abgeben.

Foto: privat

Kinder und Jugendliche wählen den Bundestag schon an diesem Freitag, 15. September. Auch zwei Jugendtreffs von Jonathan Soziale Arbeit beteiligen sich an dem Projekt des Deutschen Bundesjugendrings und der Landesjugendringe. Im Jugendtreff im Berchtesgadener »Werk 34« und im »Haus der Jugend« Bad Reichenhall können alle Kinder und Jugendlichen an diesem Tag zwischen 15 und 18 Uhr ihre Stimme abgeben.

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Es ist das Finale einer Auseinandersetzung mit Politik, Parteiprogrammen und den Grundlagen der Demokratie – und damit von vielfältigen Aktivitäten zur politischen Bildung. Bundesweit öffnen sich an diesem Tag Wahllokale in Jugendclubs, Schulen, Räumen von Jugendverbänden, Fußgängerzonen, auf Marktplätzen und Sportplätzen. Mit dabei sind auch zwei Jugendtreffs im Landkreis Berchtesgadener Land: der Jugendtreff im Berchtesgadener »Werk 34« und das Haus der Jugend Bad Reichenhall – beide unter der Trägerschaft von Jonathan Soziale Arbeit.

Wählen darf an diesem Tag, wer sonst wegen seines Alters noch nicht darf. Die Nationalität spielt dabei keine Rolle. Dahinter stehendes Ziel ist es, junge Menschen für Demokratie zu begeistern und eine Lust anzuregen, sich mit politischen Themen zu beschäftigen. Erfunden wurde die Idee 1996 in einem Berliner Jugendclub. Seitdem finden immer wieder Jugendwahlen zu wichtigen Kommunal-, Landtags und Bundestagswahlen statt. Die Hürden für die Teilnahme an der Jugendwahl sind niedrig. Jugendgruppen, Schulklassen, Jugendzentren melden – mit oder ohne Unterstützung von Erwachsenen – ein Wahllokal an. Alles Notwendige wird vorbereitet: Wahlraum, Wahlkabinen, Wahlurne. Im Vorfeld werden von der Bundeskoordinierungsstelle Materialien bereitgestellt, wie Stimmzettel, Übersichtsplakate der Wahlprogramme und auch detailliertere Vergleiche der einzelnen Parteiansichten.

Koordiniert wird das Projekt durch den Deutschen Bundesjugendring, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für Politische Bildung. In allen Bundesländern sorgen Landeskoordinatoren dafür, dass die Informationen in alle Richtungen fließen. Auch die Leiterinnen der beiden Jugendhäuser von Jonathan Soziale Arbeit, Kerstin Plasser (Haus der Jugend) und Juliane Rothaichner (Werk 34) sind begeistert von der Initiative. »Auch Jugendliche haben eine politische Meinung und die Jugendwahl fördert die Auseinandersetzung und Meinungsbildung unserer jungen Bürgerinnen und Bürger, indem sie sich aktiv beteiligen können und ihre Meinung einbringen können. Das macht Spaß, macht schlau und unsere Gesellschaft bunter«, sind sie sich einig.

200 000 Kinder und Jugendliche gaben bei der Jugend-Bundestagswahl 2013 in mehr als 1 500 Wahllokalen ihre Stimmen ab. Mit Spannung wird erwartet, wie sich diese Zahlen bei der jetzigen Wahl entwickeln. Die Trägerorganisationen hoffen, dass es in diesem Jahr noch mehr werden.

Das Motto von U18 »Wir wollen mal lauter machen, aufdrehen, die Meinung junger Menschen hörbar und sichtbar machen« spiegelt sich in einem extra dafür entstandenen U18-Song inklusive Video wider. Auf der Internetseite zur Wahl können am 15. September eineinhalb Wochen vor den großen Wahlsendungen der Bundestagswahl deshalb live die Ergebnisse, Analysen und Berichte aus den U18-Wahllokalen verfolgt werden.

Organisiert und getragen wird die U18-Wahl vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk. Weitere Informationen zu U18 unter www.u18.org. fb