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Waisenkindern in Uganda eine berufliche Zukunft ermöglichen

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Wonneberg: Andreas Haberlander startet Hilfsprojekt für Waisenkinder in Uganda
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Gemeinsam stark: Einheimische und Münchner Studenten helfen beim Projekt zusammen. (Fotos: Planting Future)

Wonneberg – Anderen helfen und fremde Kulturen – das sind die großen Leidenschaften des gebürtigen Wonnebergers Andreas Haberlander. Schon bald wird er sein viertes Hilfsprojekt antreten: den Bau einer Ausbildungsstätte für Waisenkinder für die Hilfsorganisation »Kids of Africa« (KoA) in Uganda.


Außer dem 32-Jährigen, der seiner Heimat durch viele Besuche und als Schwerttänzer beim Traunsteiner Georgiritt verbunden ist, machen sich weitere 29 Studenten der Technischen Universität und der Hochschule München auf die weite Reise. Durch die Zusammenarbeit der Architekturstudenten, lokaler Helfer sowie der Organisation »Kids of Africa« entsteht in Buhweju in Uganda eine Hotelfachschule mit Herberge und Forstfarm. Es werden Arbeitsplätze geschaffen und somit den Waisen von KoA eine sichere berufliche Zukunft ermöglicht. Ziel der Forstfarm ist es außerdem, die hügelige Landschaft, in der in den letzten Jahrzehnten große Teile des Regenwalds abgeholzt wurden, mit heimischen Baumarten wieder aufzuforsten und einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

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»Die Arbeit vor Ort hat mich auf eine Art mitgenommen, die ich bis dahin so nicht kannte«, erzählt Andreas Haberlander. Die Idee, eine Hotelfachschule mit Herberge und Forstfarm zu kombinieren, kam von »Kids of Afrika«. »Da die Trägerschaft auch in Entebbe, der ehemaligen Hauptstadt von Uganda, ein Waisendorf mit Schule betreibt, wurde nach einer Ausbildungsmöglichkeit für die Schüler nach deren Abschluss gesucht.

Da der Staat Uganda ein Wiederaufforstungsprogramm im ganzen Land eingeführt hat, lag es nahe, dieses Thema mit aufzugreifen. Der Part mit dem Hostel dient zur Ausbildung und zusätzlich, um Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen anbieten zu können. Dadurch kann wieder Geld generiert werden«, so der 32-Jährige weiter.

Insgesamt ist die Baustellenzeit auf zwei Phasen aufgeteilt, da die meisten freiwilligen Helfer keine acht bis neun Wochen vor Ort bleiben können. Die Planungen der drei bis vier Häuser haben schon im Sommer 2018 begonnen. So besteht das Grundstück aus einer »working area«, einer »guests area« und einer »living area«.

In der »working area« befinden sich die Arbeitsräume der Forstfarm sowie die privaten Räumlichkeiten der Auszubildenden. Teil der Hotelfachschule ist die Herberge für Reisende mit den Gästehäusern in der »guests area«. Die »living area« bildet den gemeinschaftlichen Mittelpunkt, hier lernen die Schützlinge in praktischer Arbeit die Bewirtung und den Betrieb eines Hotels bzw. einer Herberge kennen. Es wird zusammen gekocht und gegessen.

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Die Schützlinge von »Kids of Africa« im Kinderdorf.

Ab Februar startet der zweite Bauabschnitt, in dem die Fertigstellung der »living area« und eines weiteren Gästehauses geplant ist. Was den Bauablauf betrifft, gibt es laut Haberlander immer Probleme. »Es herrschen andere Standards, da kann das gelieferte Bauholz schon mal nass sein oder die Lieferungen können sich um Tage verzögern. Das ist jedoch nichts, was in Deutschland nicht auch passiert.«

Die Beteiligten der Hilfsprojekte würden sich über weitere Unterstützung freuen. Am einfachsten geht dies mit einer Geldspende an den Verein »Planting Future« (Spendenkonto bei der Kreissparkasse München, IBAN DE35 7025 0150 0029 1094 10). So kann der Bau für die Waisen von »Kids of Afrika« möglichst bald abgeschlossen werden. vh