weather-image
24°

Waldbrand in Naturschutzgebiet: Zeugen gesucht

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Foto: dpa/Orestis Panagiotou

Egling – Eine Waldfläche von etwa zwei bis drei Fußballfeldern stand am Mittwochnachmittag bei Geretsried in Vollbrand. Vier Löschhubschrauber und ein Großaufgebot der Feuerwehr waren im Einsatz.


Update, Freitag um 11.20 Uhr: Zeugen gesucht

Auf einer Fläche von rund 6,5 Hektar brannte am Donnerstag die Vegetation im Naturschutzgebiet nahe der Isar. Rund 130 Helfer der Feuerwehr und mehrere Hubschrauber beteiligten sich an dem Löscheinsatz, bis die Flammen nach mehreren Stunden schließlich erfolgreich bekämpft waren. Der Sachschaden dürfte mehrere zehntausend Euro betragen, verletzt wurde zum Glück niemand. Jetzt untersucht die Kripo Weilheim, wie das Feuer ausbrechen konnte und bittet in diesem Zusammenhang auch um Zeugenhinweise. 

Anzeige

Gegen 12 Uhr hatte ein Arbeiter von einem Kran aus Rauch aus dem Waldgebiet nahe der Pupplinger Au aufsteigen sehen und dies sofort weitergemeldet. Die ersten Einsatzkräfte vor Ort stellten dann fest, dass tatsächlich ein Brand in dem Naturschutzgebiet zwischen der Staatsstraße 2073 und der Isar ausgebrochen war. Die Flammen schlugen bis zu 30 Meter hoch aus dem Wald. Zahlreiche Feuerwehren aus der Region rückten mit insgesamt rund 130 Helfern an, dazu noch mehrere Rettungsfahrzeuge, die Wasserwacht und etliche Streifenwagenbesatzungen der Polizei.

Die Löscharbeiten waren schwierig, denn die Feuerwehr musste sich in dem unwegsamen Gebiet durch dichtes Gestrüpp kämpfen und kilometerlange Schlauchleitungen verlegen. Mehrere Hubschrauber bekämpften die Flammen zeitgleich aus der Luft und ließen aus Außenlastbehältern große Wassermengen über dem Brandgebiet ab. Nach rund drei Stunden konnte die Feuerwehr melden: „Feuer aus!“. Bis letzte Glutnester bekämpft worden waren und die Komplettsperrung der Staatsstraße wieder aufgehoben werden konnte vergingen letztlich gut 4 Stunden.

Der entstandene Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, dazu müssen in den kommenden Tagen Fachleute Stellung nehmen. Es wird aber davon ausgegangen, dass der Schaden in die Zehntausende geht. Die Ursache für den Brandausbruch zu erforschen ist nun Aufgabe der Weilheimer Kriminalpolizei. Beamte des Kriminaldauerdienstes (KDD) begannen deshalb noch während der Löscharbeiten mit ihren Ermittlungen. Die Beamten bitten auch Zeugen, sich bei der Polizei zu melden:

  • Wer hat im Zusammenhang mit dem Brand Feststellungen machen können? Wem fielen dort im Laufe des Tages Fahrzeuge oder Personen auf?

Zeugen sollen sich mit der Kripo Weilheim unter der Telefonnummer 0881/6400 oder der Polizei Wolfratshausen (Telefon 08171/42110) in Verbindung setzen.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums OB Süd

Update, 15.37 Uhr:

Die Einsatzleitung der Feuerwehr meldete soeben, dass der Brand größtenteils gelöscht wurde. Es gibt lediglich noch eine leichte Rauchentwicklung. Der Einsatzstab von Feuerwehr und Polizei werden jetzt die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen besprechen.

Update, 15 Uhr: Vier Löschhubschrauber im Einsatz

Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften ist derzeit zur Brandbekämpfung bei Geretsried im Einsatz. Der Brandort ist auf Höhe Burgstall (südöstlich von Wolfratshausen, etwa auf halber Strecke zwischen Wolfratshausen und Geretsried) gelegen. Dort brennt ein Waldstück zwischen Isar und Staatsstraße 2073 auf einer Fläche von etwa zwei bis drei Fußballfeldern.

Neben den vielen Freiwilligen Kräften sind auch zwei Hubschrauber der Landespolizei (Edelweiß) und zwei der Bundespolizei im Einsatz. Diese nehmen in der Nähe Wasser auf. Angehörige der Wasserwacht schützen die Entnahmestellen.

Piloten von Privatflugzeugen durchquerten in den vergangenen Minuten den Luftraum über der brennenden Waldfläche, dabei kann es zu Störungen im Flugbetrieb bei den Löscharbeiten kommen. Die Einsatzkräfte bitten, den privaten Flugverkehr umgehend einzustellen. Die Staatsstraße 2073 wird absehbar für längere Zeit gesperrt bleiben.

Update, 13.34 Uhr:

Der Brand in einem Waldgebiet an der Staatsstraße 2073 bei Geretsried scheint sehr große Ausmaße zu haben. Vom Bereich des Isardamms/Tulpenstraße in Geretsried ist der Brand zu sehen. An der St 2073 schlägt der Brand aus. Ein Aufenthalt dort ist sehr gefährlich!

Erstmeldung, Donnerstag um 13.30 Uhr:

Ein Kranfahrer in Geretsried hat gegen 12.20 Uhr von seiner erhöhten Position Rauch im Bereich der Isarauen wahrgenommen. Vermutlich brennt dort die Vegetation in noch nicht geklärtem Ausmaß. Feuerwehren der Umgebung sind teilweise schon am Ort, ziehen derzeit noch weitere Kräfte nach und versuchen das Ausmaß des Brandes festzustellen. Wie den Verkehrsmeldungen www.bayerninfo.de zu entnehmen ist, wurden Straßen für den Einsatz gesperrt, speziell die Staatsstraße 2073 zwischen Puppling und Ascholding.

Pressemeldungen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd