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Wales schickt Russland nach Hause: Bale & Co. siegen 3:0

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Traumhaft
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Wales feiert als EM-Neuling den Einzug in die K.o.-Runde. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Blitzschnell
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Für die gesamte russische Mannschaft einfach zu schnell: Gareth Bale sprintet mit dem Ball am Fuß davon. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Lupfer
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Aaron Ramsey behält die Nerven und lupft den Ball über Igor Akinfeev. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Führung
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Im dritten Spiel geht Wales zum dritten Mal in Führung. Foto: Khaled Elfiqi Foto: dpa
Geblockt
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Den ersten Versuch von Neil Taylor kann Akinfeev nur abblocken. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Nachschuss
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Der Nachschuss sitzt. Das 50. Tor der EM ist gefallen. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Unglücklich
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Sicher wirkt der russische Torwart nicht, selbst ein Rettungsversuch an der Außenlinie missglückt. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Nachgelegt
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Und dann darf sich Bale erneut in die Torschützenliste eintragen. Mit drei Toren führt er sie nun an. Foto: Armando Babani Foto: dpa
Rangelei
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Der Frust greift um sich, Pavel Mamaev lässt die Schulter stehen und Joe Allen gefällt das gar nicht. Foto: Armando Babani Foto: dpa

Toulouse (dpa) - Mit großem Offensivschwung ist EM-Debütant Wales als Gruppensieger noch vor dem großen Nachbarn England ins Achtelfinale gestürmt. Durch das 3:0 (2:0) gegen Russland schmissen die Dragons in Toulouse zudem das enttäuschende Team des nächsten WM-Gastgebers aus dem Wettbewerb.


Nachdem in den Spielen zuvor Superstar Gareth Bale immer per Freistoß getroffen hatte, sorgten gegen die schwachen Russen die Premier-League-Profis Aaron Ramsey (11.) und Neil Taylor (20.) zunächst nach schnellen Gegenstößen für die frühen Tore. Dann legte Bale (67.) in der zweiten Halbzeit vor 28 840 Zuschauern nach und setzte sich mit nun drei Toren an die Spitze der EM-Torjägerliste.

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»Das fühlt sich unglaublich an. Das war die beste Leistung der Mannschaft, seit ich in ihr spiele. Wir sind jetzt Erster, was willst du mehr«, sagte Bale. »Das ist toll. Die Leistung war klasse«, sagte Trainer Chris Coleman über den erfrischenden Auftritt seines Teams.

Sein russischer Kollege Leonid Sluzki kündigte seinen Abschied an. »Ich denke nach so einem Turnier, brauchst du einen Anderen, der es macht«, sagte der 45-Jährige. Er sprach seinem eigenen Team zwei Jahre vor der Heim-WM die Turniertauglichkeit ab: »Es ist hart darüber zu sprechen, aber wir waren schlecht in jedem Bereich. Ich übernehme die volle Verantwortung.« Sein Vertrag endet ohnehin.

Im Achtelfinale am Samstag im Pariser Prinzenpark ist ein Briten-Duell gegen Nordirland für die Waliser gut möglich. Sollte es für Deutschland am Dienstag gegen die Nordiren ganz schlecht laufen, könnten auch die Weltmeister der nächste Gegner von Bale und Co. sein.

Madrid-Star Bale hatte die Taktik angesichts des komplizierten Gruppemodus vorgegeben: Nicht rechnen, spielen - und gewinnen. Der Superstar zog immer wieder mit hohem Tempo oft im Solo-Modus durch das Mittelfeld auf das Tor der Russen zu. Dabei blieb er zwar gelgentlich hängen oder scheiterte am trotz drei Gegentoren guten russischen Torwart Igor Akinfejew, der mit einigen unkonventionellen Paraden Schlimmeres für die Russen verhindert. Aber Bale zeigte, wie leicht diese biederen WM-Gastegeber 2018 auszuspielen waren.

Keine Abwehrchance hatte Akinfejew beim sehenswerten Lupfer von Ramsey, der nach genialem Pass von Joe Allen allein auf den Sbornaja-Torwart zulief und clever zur Führung traf.

Den Russen, bei denen der Schalker Roman Neustädter nicht in der Startelf stand, fehlten die technischen Mittel, um die Waliser zu gefährden. Zwar überbrückten sie leidlich flott das Mittelfeld, nur waren gefährliche Aktionen selten. Meist war bei den Offensivbemühungen schon vor dem Strafraum Schluss. Wales-Keeper Wayne Hennessey musste nur selten eingreifen. Russlands Mittelstürmer Artem Dsjuba konnte sich gegen die wuchtige Innenverteidigung der Briten um Kapitän Ashley Williams nicht entscheidend durchsetzen.

Beim zweiten Tor war dann auch wieder Bale beteiligt. Seinen Pass verlängerte Roman Schirokow unfreiwillig zu Taylor. Der Mann von Swansea City scheiterte zuerst an Akinfejew, schoss aber im Nachsetzen zu seinem ersten Länderspieltor ein.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich das gleiche Bild. Einige russische Spieler schienen fast in Ehrfurcht zu erstarren, wenn Bale zu seinen seinen Sprints ansetzte. Andere waren schlicht zu langsam, um dem Wales-Stürmer zu folgen. Allerdings fehlte dem schnellen Sprinter diesmal die Effektivität - bis er in der 67. Minute doch noch zuschlug und den Ball am bemitleidenswerten Akinfejew vorbei schlenzte.

Russland auf UEFA-Homepage

Internet-Kolumne Roman Neustädter bei Vice Sports

Walisische Verbandsseite

Wales auf der UEFA-Homepage