weather-image
29°

Wander-Festival wird zur 24-Stunden-Trophy

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Veranstalter Toni Grassl erklärt Gästen die Route des 24-Stunden-Wanderns im Berchtesgadener Land. 2015 macht er das auch im Allgäu und im Schwarzwald. (Foto: Bittner)

Berchtesgaden – Die Macher des 24-Stunden-Wander-Festivals im Berchtesgadener Land – viermal fand es bislang statt – weiten die Veranstaltung aus. Vorerst mit insgesamt drei Wanderwochenenden in Baiersbronn im Schwarzwald, in Oberstaufen im Allgäu und wie gehabt im heimischen Landkreis, verpackt als 24-Stunden-Trophy.


»Wir wollen innerhalb von zwei Monaten drei Wander-Festivals auf die Beine stellen und damit dem immer größeren Kreis an Menschen, die sich in der Natur bewegen wollen, Rechnung tragen«, so Toni Grassl, Geschäftsführer der »grassl event&promotion services GmbH« in Berchtesgaden. Der 52-Jährige zeichnet bereits für das BGL-Wander-Festival verantwortlich und weitet es jetzt aus. Die fünfte Auflage des BGL-Wander-Festivals findet von 3. bis 5. Juli erneut im Berchtesgadener Land statt.

Anzeige

Beginn der Serie ist von 12. bis 14. Juni mit den 24 Stunden von Baiersbronn im Schwarzwald als »sanfter Einstieg« mit einer Wandertour auf Hochebenen und Höhenrücken. Weitaus anspruchsvoller wird es dann im Berchtesgadener Land mit der Möglichkeit, bis ins Hochgebirge vorzustoßen. Der Abschluss in Oberstaufen von 24. bis 26. Juli bietet eine Mischung aus beiden Veranstaltungen. 24-Stunden-Wanderer, die an allen drei Festivals teilnehmen, sollen mit Preisen belohnt werden.

»Mit der 24-Stunden-Trophy möchten wir eine neue Dachmarke etablieren«, erklärt Grassl. Mit den Veranstaltungen soll das Interesse der Gäste für das Wandern in den jeweiligen Austragungsregionen geweckt werden. Ein weiterer positiver Aspekt sei die Vernetzung der Regionen untereinander. Nicht zuletzt sollen diese durch das Angebot neue Gäste gewinnen können.

Interessant freilich auch für Stephan Köhl, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH: »Die 24-Stunden-Wanderungen sind von Anfang an erfolgreich. Wir begrüßen es, Bergsteigern und Wanderfreunden in Zukunft gemeinsam mit anderen Wanderregionen immer wieder neue Routen und Herausforderungen bieten zu können. So finden sicher weitere Wanderer den Weg zu uns.«

Gemeinden, Tourismusverbände und Unternehmen sind in das Projekt einbezogen, arbeiten Hand in Hand und gestalten ein jeweils umfangreiches Rahmenprogramm, während feste Partner unterstützend wirken. Veranstalterrolle, Organisation und Durchführung liegen bei Toni Grassl und seinem Team. Seine Leute begleiten obendrein die jeweiligen Wanderungen. Das Reizvolle, so der staatlich geprüfte Bergführer, an den Wander-Events der 24-Stunden-Trophy ist die zwanglose Art: »Es ist kein Wettkampf und doch leistungsorientiert.«

Für die Zukunft ist angedacht, das 24-Stunden-Wandern noch einmal auszuweiten: Die Bodensee-Region wäre denkbar, auch die Fränkische oder die Sächsische Schweiz. »Wir können uns aber auch vorstellen, nach Österreich, die Schweiz oder Italien zu gehen«, sagt Grassl, der unter anderem ans Trentino denkt, das neben Baiersbronn und Berchtesgaden im Verbund der »Hike-Society«, Europas führender Wandergemeinschaft, integriert ist. Hans Bittner