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Wann kommt endlich das Erfolgserlebnis?

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Sebastian Koller sorgte in der 42. Minute für den Ausgleich des FCB gegen den SC Anger. Am Ende hieß es 3:2 für die Gäste. Foto: Anzeiger/Waßmuth

Bischofswiesen – Das knappe 2:3-Ergebnis im erweiterten Lokalderby zwischen dem FC Bischofswiesen und dem Nachbarn SC Anger täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. Hätten die Gäste ihre zahlreichen Chancen nicht so leichtfertig vergeben und FCB-Schlussmann Stefan Schnitzlbaumer nicht solch einen guten Tag erwischt, dann wäre auch eine Demontage der Bischofswieser möglich gewesen.


Anger begann vor 150 Zuschauern selbstbewusst, hatte die Mannschaft doch die beiden ersten Saisonspiele gewonnen. Doch mehr als eine Kopfballchance in den ersten Spielminuten kam zunächst nicht heraus. Danach verteilten sich die Aktionen mit leichten Vorteilen für die insgesamt besser aufgestellten Gäste. Angers Akteure waren zumeist einen Schritt schneller am Ball als die Platzherren.

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Unnötig war die Führung des SC Anger: einen langen Ball aus dem Mittelfeld bekam die Bischofswieser Abwehr nicht unter Kontrolle und Michael Hinterstoißer nützte dies bereits in der sechsten Minute zur Führung.

Bischofswieser erhöhten den Druck

In der Schlussphase der ersten Hälfte wurde es interessant. Denn die Bischofswieser erhöhten den Druck und kamen so auch zu Möglichkeiten. Nach mehreren vergeblichen Versuchen verlor Anger den Ball im Mittelfeld und Sebastian Koller schloss den folgenden Angriff mit einem tollen Heber in den Torwinkel zum Ausgleich (42.) ab. Bischofswiesen war auf einmal zurück im Spiel. Dies jedoch für nur drei Minuten, denn als Valentin Kuhn ein hohes Zuspiel unterlief, bedankte sich Angers Mittelstürmer Stefan Plößl mit einem Kopfball hoch in die Torecke und unerreichbar für Schnitzlbaumer (45.).

Angriff mit zwei Doppelpässen

Die zweite Halbzeit war gerade vier Minuten alt, als der SC Anger einen klassischen Angriff mit zwei Doppelpässen fuhr und wiederum Plößl locker zum 3:1 einschoss. Wiederum im Gegenzug vergab der FCB eine gute Möglichkeit. Dann waren jedoch weitgehend die Gäste dran. So in der 57. Minute, als Schnitzlbaumer den Ball mit einer Glanztat über die Latte lenkte. Angers Offensivkräfte rissen die löchrige Bischofswieser Abwehr ein ums andere Mal auf.

Doch Angers Stürmer agierten in der Gewissheit des Vorsprungs auch recht fahrlässig mit ihren Chancen. Als auch noch Bischofswiesens Mannschaftskapitän Sebastian Vorberg verletzt ausschied, ging beim FCB noch weniger zusammen. Immer wieder rettete Schlussmann Schnitzlbaumer sein Team vor weiteren Gegentreffern. Nachdem Stephan Ringsgwandl im Spiel war, kam er gleich zum Schuss, setzte diesen jedoch viel zu hoch an und donnerte das Kunstleder weit übers Tor.

Bischofswiesen warf jetzt mit dem Mute der Verzweiflung seine Spieler nach vorne, Schnitzlbaumer betätigte sich immer wieder als elfter Feldspieler. Und so setzte Koller seinen Mitspieler Martin Förg geschickt ein, der die Kugel hoch zum 2:3 in die Maschen setzte, nachdem er zwei Gegenspieler düpiert hatte (88.). Fast wäre den Platzherren beim nächsten Angriff sogar noch der Ausgleich gelungen.

Das Glück der Tüchtigen

Doch dem SC Anger stand das Glück der Tüchtigen zur Seite und so blieb es bei der verdienten 2:3-Niederlage des FC Bischofswiesen. Mit großem Ruhm hatte sich keine der beiden Mannschaften bekleckert. Beide Teams »glänzten« immer wieder mit Fehlpässen.

Doch während sich der SC Anger durch den Erfolg am Riedherrn an die fünfte Stelle vorarbeitete, ziert der FC Bischofswiesen immer noch das Tabellenende.

Bischofswiesens Trainer Sebastian Parma sprach von einer ansprechenden ersten Spielhälfte und einer desolaten Leistung seiner Elf in der zweiten Halbzeit. Man müsse Geduld mit den jungen Spielern haben, eine Verbesserung sei nicht von heute auf morgen möglich, erklärte Parma.

FC Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Tschischke, Strauch, Geisler, Kuhn, Vorberg, Huthöfer, Hinterbrandner, Jüstel, Förg, Koller, Aschauer, Damböck, Ringsgwandl. Christian Wechslinger