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200 Meter des Königssees sind noch nicht zugefroren – Viele Zugriffe auf Webcam-Bilder

Warten auf das Eis

Schönau am Königssee – Der Königssee friert und friert nicht zu. Seit Tagen warten nicht nur zahllose Besucher des beliebten Ausflugsziels darauf, dass der See endlich eine durchgängige Eisdecke erhält. Auch Michael Grießer, Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt, ist gespannt, wann es so weit ist. Er weiß: »Noch gibt es ein 200 Meter großes Loch.«

Die Eisdecke ist geschlossen, aber aktuell nicht viel stärker als sechs Zentimeter. Für eine Freigabe braucht man zwischen 10 und 15 Zentimeter. Das entscheidet jedoch die Eiskommission, die dazu tagen muss. (Foto: Pfeiffer)

Das Wetter ist ideal: Kälte, vor allem nachts. Von Tauwetter keine Spur. Beständige Minusgrade sorgten in den vergangenen Tagen dafür, dass der Königssee zu 95 Prozent zugefroren ist. Nur eine Wasserfläche in der Nähe der Falkensteinerwand, möchte einfach nicht zufrieren. »Meine Mitarbeiter sind jeden Tag unterwegs und schauen, wann es so weit ist«, sagt Grießer. Die Schifffahrt ist schon seit Tagen eingestellt, derzeit gibt es keine sichere Möglichkeit, den See zu überqueren.

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Und dennoch lockt das Eis auf dem Königssee, wie Michael Grießer bestätigt. Viele Besucher kämen und begutachteten die Eisdecke. »Da sind immer welche dabei, die dann auf den See gehen«, sagt er. Trotz der vielen Warnschilder, die darauf hinweisen, dass man sich in Lebensgefahr begibt. An der Seelände sei das Eis rund sechs Zentimeter dick. Vor elf Jahren waren es bis zu 40 Zentimeter.

Die Firma Wetter.com betreibt am Königssee eine Webcam, die laut Aussage der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) derzeit »sehr gute Zugriffe« hat. Übertragen wird das Bild auch regelmäßig im TV. Kilian Pfeiffer