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Was ist die Hisbollah?

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Polizisten
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Polizei ist in der Al-Irschad-Moschee im Einsatz. Die Polizei ging am Mittwoch gegen die Hisbollah vor. Foto: Christoph Soeder/dpa Foto: dpa

Polizisten stehen vor einem Haus. Eine Razzia ist im Gange. Die Polizei hat also gezielt einen Einsatz geplant, um nach Beweisen oder Personen zu suchen.


Die Razzia richtete sich gegen die Hisbollah. Das ist eine als gefährlich eingestufte Organisation aus dem Land Libanon. Wir erklären, warum die Anhänger in Deutschland nicht mehr aktiv sein dürfen.

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Was ist die Hisbollah?

Die Hisbollah ist eine politische Partei und militärische Gruppe im Libanon. Das Land liegt im Nahen Osten und grenzt an die Länder Israel und Syrien. Hisbollah ist Arabisch und bedeutet »Partei Gottes«. Im Libanon ist die Partei Teil der Regierung. »Die Hisbollah entstand während des libanesischen Bürgerkrieges, als Israel im Süden des Landes einmarschierte«, erklärt der Experte Eckart Woertz. Das war im Jahr 1982. Israel besetzte Teile des Libanons mit seinen Soldaten. Seitdem hasst die Hisbollah Israel und droht, das Land zu vernichten.

Warum gibt es die Hisbollah auch in Deutschland?

In Deutschland ist die Hisbollah keine offizielle Organisation oder eine Partei wie im Libanon. Ihre Anhänger zählen sich aber zu Unterstützern der Hisbollah. In Deutschland sammelten sie zum Beispiel Spenden. Manche Anhänger sollen aber auch mit unerlaubten Geschäften wie Drogenschmuggel zu tun haben, erklärt Eckart Woertz.

Warum darf die Hisbollah in Deutschland nicht mehr aktiv sein?

Die Hisbollah soll von Deutschland aus zum Beispiel Anschläge geplant haben. Außerdem verbreitet sie bei Demonstrationen Hass gegen Israel. Damit ist die deutsche Regierung nicht einverstanden. Deshalb sprach sie ein sogenanntes Betätigungsverbot gegen die Hisbollah aus.

Was passiert jetzt mit der Hisbollah in Deutschland?

Durch das Verbot sollen alle Aktivitäten der Hisbollah beendet werden. Das heißt, sie können zum Beispiel keine Spenden mehr sammeln. Demonstrieren dürfen sie auch nicht mehr. Deshalb wird es auch den Al-Kuds-Marsch nicht mehr geben. Dabei protestierten die Hisbollah-Anhänger einmal im Jahr gegen Israel.