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Was tun mit Schwarzbauten?

Chiemsee. »Umgang mit verschiedenen Baumaßnahmen auf der Fraueninsel«, hieß ein brisanter Punkt der Tagesordnung in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Chiemsee. Bürgermeister Georg Huber sprach dabei einige bauliche Tätigkeiten auf der Insel an, die vermutlich ohne Genehmigung oder abweichend von einer baurechtlichen Genehmigung errichtet worden sind. Das Gremium traf aber vorerst wegen Meldungen von Schwarzbauten an das Landratsamt noch keine Entscheidung, sondern will in einer der nächsten Sitzungen nochmals darüber beraten.

Wie soll die Gemeinde Chiemsee mit vermeintlichen Schwarzbauten auf der Fraueninsel Verfahren, stellte der Bürgermeister die Frage an den Gemeinderat. Die Gemeinde habe wohl die Möglichkeit, diese Objekte dem Landratsamt Rosenheim zu melden, das allein für die Bauaufsicht zuständig sei, so der Bürgermeister. Huber war der Meinung, ein Signal zu setzen: Es könne nicht jeder bauen wie er will, erklärte er. Allerdings, so Huber: »Ich will nicht der Böse sein, der Schwarzbauten meldet.«

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Der Bürgermeister erinnerte auch daran, dass das Baurecht sich geändert habe und so beispielsweise Nebengebäude bis 75 Kubikmeter genehmigungsfrei seien. Ob sie jedoch auch verfahrensfrei seien, sie trotzdem noch einer Ausnahme von der Chiemsee-Schutzverordnung, welcher die gesamte Fraueninsel unterliege, bedürfen, sollte geklärt werden, so Huber.

In der Debatte waren Georg Klampfleuthner und Zweiter Bürgermeister Josef Neuer der Meinung, die Bauherren vermeintlicher Schwarzbauten sollten aufgefordert werden, prüfbare Planunterlagen vorzulegen. Wenn es sich dabei tatsächlich um Schwarzbauten handle, sollte eine Meldung an das Landratsamt erfolgen. Sebastian Obermaier war allerdings der Meinung, man »sollte es nicht so streng handhaben«.

Das Gremium soll jetzt bis zur nächsten Sitzung überlegen, welche Maßnahmen überhaupt getroffen werden sollen und dann entscheiden, welche vermeintlichen Schwarzbauten man an das Landratsamt meldet. th