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Wasserretter unterstützen den Landrettungsdienst

Schönau a. K. – Die Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht waren während der vergangenen Tage neben den Waldbrand-Einsätzen am Thumsee und oberhalb von Salet auch bei einem Canyon-Einsatz in der Weißbachschlucht (wir berichteten) und mehrmals zur Unterstützung des Landrettungsdienstes und zur Bergung eines abgestürzten Modellhubschraubers aus dem Königssee im Einsatz.


Am Sonntag gegen 8 Uhr wurde die Wasserwacht Berchtesgaden gegen 8 Uhr zur Unterstützung der Reichenhaller Wasserwacht an den Thumsee geschickt. Doch gleich kurz nach der Alarmierung änderte sich alles und die Wasserretter mussten die Feuerwehr mit ihrem Rettungsboot nach Salet bringen, wo ebenfalls der Wald brannte (wir berichteten). Nachdem dieser Waldbrand nicht so groß war, entschieden die Einsatzleiter der Wasserwacht Berchtesgaden, die Mannschaft zu trennen. So sicherten vier Mann der Wasserwacht die Arbeiten rund um den Königssee ab, fünf Mann fuhren mit dem Einsatzfahrzeug und dem Schnell-Einsatz-Boot um 10 Uhr in Richtung Thumsee. Während der Anfahrt wurde die Wasserwacht Berchtesgaden als Erstversorger zu einem Patienten mit Kreislaufkollaps auf der B 20 in Bischofswiesen geschickt. Eine Frau hatte immense Probleme; ihr Mann verständigte daraufhin die Leitstelle. Nach der Erstversorgung der Patientin wurde sie an den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übergeben, der sie zur Kontrolle und Weiterbehandlung in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte.

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Kurz nach der Ankunft am Thumsee wurde die Mannschaft gleich zu einem Problem bei einem Hubschrauber alarmiert. Ein Verbindungskabel hatte sich am Wasser-Löse-System des Löschwasserbehälters gelöst. Die Wasserretter fuhren zusammen mit einem Mann einer Hubschrauberbesatzung an den nur wenige Meter über dem Thumsee schwebenden Hubschrauber, befestigten das lose Verbindungsstück und fuhren wieder retour. »Besonders schwierig war dieser Einsatz mit dem Boot aufgrund des enormen Abwinds der Rotorblätter und der einhergehenden Wasserbewegung und Aufwirbelung«, erklärt Wasserretter Martin Planegger.

Bereits am Freitag war im Königssee ein rund 2 000 Euro teurer Modellhubschrauber versunken, da sich einer der vier Rotoren gelöst hatte. Taucher der BRK-Wasserwacht haben den Absturzbereich nach der Insel Christlieger abgesucht und den Hubschrauber aus 14 Metern Tiefe geborgen. ml