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WC-Anlage beschäftigte die Gemeinderäte

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Marquartstein
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Auch wenn der WC-Anbau in einfacher Architektur an der westlichen Seite am bestehenden Musikpavillon nicht auf der Tagesordnung stand, rückte er bei der Diskussion zur Abstimmung der Baugenehmigung der Vereinsküche in den Vordergrund. (Foto: Peter)

Marquartstein – Die Gestaltung der Auerbräuwiese wird den Gemeinderat weiterhin beschäftigen, auch wenn die Errichtung der Vereinsküche mit drei Gegenstimmen bei der jüngsten Gemeinderatssitzung abgesegnet wurde. Denn der Anbau der WC-Anlagen an den bestehenden Musikpavillon rief einen großen Diskussionsbedarf im Gremium hervor, auch wenn diese Maßnahme nicht zur Abstimmung stand.


Die Notwendigkeit der Küche stelle sie in keiner Weise infrage, sagte die Gemeinderätin Anke Entfellner-Häusler. Doch sei sie nach wie vor der Ansicht, dass die Küche in die bestehenden Bauwerke integriert werden solle. Sie befürchte durch weitere Bauwerke, dass es zu viel werde und zu einem Stückwerk komme.

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Der Standort sei aus logistischen Gründen gewählt worden, sagte Bürgermeister Andreas Scheck. Für ihn würde die Küche am gewählten Ort ihre multifunktionale Aufgabe am besten erfüllen. Die Küche könne dadurch für alle Feste optimal genutzt werden. Im vergangenen Jahr wurde laut Scheck von einem rechteckigen Bauwerk für die Küche ausgegangen. Jetzt soll sie nach städtebaulicher Sicht quadratisch gebaut werden. Dadurch füge sie sich in die Umgebungsbebauung besser ein.

Zugleich soll laut Scheck ein rollstuhlgerechtes WC mit einem sogenannten Euro-Schlüssel errichtet werden. Dieser Euro-Schlüssel wird an den entsprechenden Personenkreis ausgegeben und ermöglicht so überall den Zutritt zu solchen WC-Anlagen.

Wie es denn mit den Kosten bei der Umgestaltung der Auerbräuwiese mit den geplanten Maßnahmen aussehen werde, wollte Gemeinderat Klaus Hell erfahren. Nach den jetzigen Schätzungen werde der Kostenrahmen eingehalten, sagte der Rathauschef. Weiter verwies er darauf, dass bereits eine Förderzusage über 210 000 Euro vorhanden ist und 60 Prozent der Maßnahme förderfähig sind.

Im Zuge der Umgestaltung soll westlich an dem vorhandenen Musikpavillon die viel diskutierte WC-Anlage für die Gäste angebaut werden. Die Maßnahme stand sofort im Mittelpunkt der Wortmeldungen, bevor die Baugenehmigung der Vereinsküche bei den Diskussionsbeiträgen aufgegriffen wurde. In den verschiedenen Wortbeiträgen kam heraus, dass der einfach gehaltene Anbau, der eher an einen Baucontainer erinnere, wie Gemeinderat Franz Aigner meinte, keinen großen Gefallen quer durch das Gremium fand. Die Diskussion zeigte, dass hier noch einiges an Redebedarf vorhanden ist und darum soll der Anbau der WC-Anlage nochmal in einer künftigen Sitzung beraten werden.

Die Modellfluggruppe Achental mit Vorsitzendem Claus Eckert hatte einen Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt. Ihr Vereinsgelände befindet sich zwischen Piesenhausen und Grassau und der Verein hat seinen Sitz in Grassau. Wie Bürgermeister Scheck anmerkte, war die Gemeinde immer zurückhaltend, wenn es um die Bezuschussung ortsfremder Vereine ging. Doch würden auch Marquartsteiner im Verein sein und ebenso Marquartsteiner Kinder von den Aktivitäten des Vereins profitieren. Dieser Aussage von Scheck bekräftigten auch Gemeinderat Peter Lloyd und Toni Entfellner. Der Rat stimmte einer einmaligen Zuwendung von 500 Euro zu.

Bereits im Januar vergangenen Jahres stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag eines Bauwerbers in der Breitensteinerstraße zu. Nun wurde ein Tekturplan eingereicht, um eine Außentreppe sowie Fassadenänderungen realisieren zu können. Dem Antrag des Bauwerbers wurde einstimmig stattgegeben.

Unter dem Punkt »Bekanntgaben« informierte Bürgermeister Scheck die Räte darüber, dass sich die Grundschule am Förderprogramm »Digitales Klassenzimmer« beteiligt hat und nun eine Förderzusage von über 6700 Euro erhalten hat. Es soll dafür ein mobiles Multimedia-Rack, ein entsprechend stabiler, fahrbarer Schrank, mit Notebooks und Tablets angeschafft werden. MP