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»Weibernarrischer« Luis aus Südtirol überzeugt in Siegsdorf

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Luis vor dem Siegsdorfer Festzelt. (Foto: Krammer)

Mit einer exzellenten zweistündigen Ein-Mann-Show überzeugte der Tiroler Komödiant Manfred Zöschg alias Luis aus Südtirol im Siegsdorfer Festzelt nicht nur seine Fans, sondern auch viele Besucher die zum ersten Mal Kontakt mit dem gebürtigen Südtiroler hatten.


Sein Programm »Weibernarrisch« beinhaltet dabei nicht nur die Themen rund um die spannenden Begebenheiten zwischen den Geschlechtern, er schweift auch immer wieder ab und behandelt mit hintergründigem Humor und verschmitztem Augenzwinkern viele Alltags- und Weltprobleme. Das Thema Frauen beschäftigte Luis bereits bei der Anfahrt nach Siegsdorf und dem Umgang mit den Frauenstimmen aus dem Navigationsgerät seines Wagens.

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Um seine Vorstellung vom richtigen »Busseln« zu verdeutlichen holte er sich eine »willige« Besucherin auf die Bühne und begeisterte dann mit seiner Körperbeherrschung bei der Darstellung der unterschiedlichen Tanz = Balz-Formen vom irischen »River(Bach)-Tanz bis zu modernen Disco-Tanzformen. Auf Zuruf aus dem Publikum hatte er für jeden genannten Beruf eine eigene Tanzform auf Lager, seine Vorstellung gipfelte dann in einem »Techno-Tanz« als jugendlicher Roboter.

Zwischendurch konnte man erfahren, welch entscheidenden Einfluss die Klimaveränderungen der Weltgeschichte auf die Entstehung verschiedener Sprachen haben könnten. Vom Kongo ging die Reise durch die Klimazonen über Arabien und China nach Russland und weiter über Wien nach Bayern und Südtirol, wobei seine Sprachversionen donnernde Lachsalven im bestens besuchten Festzelt auslösten. Im zweiten Teil seines Programms stellte »Luis« seine musikalischen Fähigkeiten und sein Verwandlungstalent in den Vordergrund. Es begann mit der Entwicklungsgeschichte der Musikinstrumente, die er mit einfachsten Mitteln köstlich und wandlungsfähig demonstrierte und endete mit einem von der Technik ausgefeilt unterstützten Dudelsack-Solo ohne Dudelsack.

Höhepunkt der zweiten Stunde war aber die Darstellung von »Eroberungs-Taktiken« bei Frauen, wobei Luis als »Italienischer Charmeur« eine völlig andere Sicht der Dinge an den Tag legte als der eher pragmatische Südtiroler Luis. Dabei musste seine »Busslpartnerin« aus dem ersten Teil noch einmal als »Opfer« und Anschauungsobjekt auf der Bühne herhalten. Als »zerstreuter Wiener Professor« vertiefte er das Publikum in die Materie des »Fremd-Gen´s« und hatte abschließend noch einige Gags zum Thema »wie präsentiere ich mich den Frauen« auf Lager.

Begeisterter Applaus der Gäste belohnte für einen äußerst vergnüglichen Abend den Künstler, der sich nach eigener Aussage »in Siegsdorf bei den Trachtlern sauwohl gefühlt hat«. Franz Krammer