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Weiße Weste am Ende der Runde

Berchtesgaden - Zum letzten Spiel in der Punktspielrunde der Chiemgau Mixed-Liga-Südost begrüßten die TSV-Volleyballer die Mannschaft der SV Kirchanschöring. Obwohl das Spiel nach der überraschenden Heimniederlage der Gäste gegen Freilassing keine entscheidende Rolle bei der Vergabe des Meistertitels mehr spielte, war doch Brisanz in der Begegnung. Die Spiele gegen den hartnäckigsten Kontrahenten der zurückliegenden Spielrunden waren immer auch eine Angelegenheit des Prestiges. Für den TSV ging es zusätzlich darum, die Runde ohne Minuspunkt zu beenden.

Stephan Giesenberg bei der Angabe. Er glänzte mit starker Leistung gegen Kirchanschöring. Foto: Krauss

Obwohl Trainer Mario Reinisch auf einige Stammspieler verzichten musste, zeigte sich auch in diesem Spiel das gegenüber der vergangenen Spielzeit weiter gesteigerte spielerische Vermögen. Aufgestellt waren Julia Brookmann auf der Zuspielerposition, Andrea Seidinger, Mandy Lücke und Stephan Giesenberg als Außenangreifer, Erik Gneiser als Diagonalangreifer und Andrè Gerhardt sowie Christian Habicht beim Mittelblock.

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Besonders zu erwähnen der Top-Auftritt von Stephan Giesenberg nach mehrwöchiger Trainingspause. Wie gewohnt in ausgezeichneter Form befindet sich Zuspielerin Julia Brookmann.

Sicher in der Abwehr und weiter verbessert im Angriff zeigte sich Mandy Lücke. Bei der ab dem zweiten Satz eingesetzten Andrea Seidiger ist eine kontinuierliche Leistungssteigerung festzustellen. Mit ihren Angaben und Angriffsbällen hatten die Kirchanschöringer im gesamten Spiel immer wieder Probleme.

Ein großer Gewinn für den TSV ist Neuzugang Erik Gneiser. Durch seine Erfahrung, Sicherheit und Spielstärke steht das Team noch kompakter. Gleichermaßen stark beim Block und im Angriff präsentierte sich Andrè Gerhardt, während Christian Habicht neben seiner gewohnt guten Quote beim Blocken auch mit geschickt gelegten Bällen glänzte.

Mit ihrer kämpferischen Einstellung und immer wieder spektakulären Aktionen in der Feldabwehr und bei der Blocksicherung überzeugten alle Akteure.

Von Beginn an hellwach im Spiel, zeigten die Gastgeber, dass sie nichts anbrennen lassen wollten. Bis Mitte des ersten Satzes konnten die Gäste mithalten, dann allerdings hatten sie keine Mittel mehr gegen den TSV. Konzentriert in der Ballannahme und druckvoll im Angriff sicherte sich die Berchtesgadener den Satz mit 25:14.

Auszunehmen von der insgesamt guten Kritik ist der komplette zweite Satz, in dem sich nicht zum ersten Mal nach starker Leistung der Schlendrian einschlich.

Nachlassende Aufmerksamkeit zog sich häufende Angabenfehler, Schwächen in der Raumaufteilung und der Ballannahme nach sich.

Der Gegner nutzte diese Schwäche allerdings nicht konsequent aus und so prägte die Spannung in der Schlussphase den Satz. Drei Satzbälle für die »Anschöringer« konnten abgewehrt werden.

Drei Möglichkeiten zu Satzbällen zu kommen, wurden durch Angaben- und leichte Fehler vergeben. Das Ergebnis daraus war ein 25:27.

Für die Moral der TSV-Mannschaft spricht allerdings, dass sie im folgenden dritten Satz gleich wieder zu ihrem Spiel fand und dominierte, bei Satzbällen allerdings noch ein paar Punkte verschenkte, ehe der Sack mit 25:13 zugemacht wurde.

Ab dem vierten Satz setzte Trainer Reinisch drei Damen, statt der nach der Regel geforderten zwei, ein.

Es spricht aber für die Stärke auch dieser Formation, dass dieser Satz, trotz der Steigerung bei der Spielvereinigung lang ausgeglichen gestaltet werden konnte. Mit 19:25 ging dieser Satz schließlich an die Gäste

Gegen den im fünften Satz in gleicher Aufstellung spielenden TSV zeigte Kirchanschöring Nerven.

Kaum noch gelungene Aktionen gegen die nicht nachlassenden Gastgeber. 15:5 zeigte die Ergebnistafel am Ende für den Satz und einen 3:2 Sieg für das Spiel.

Mit Abstrichen und in Anbetracht des fehlenden Drucks des Gewinnenmüssens, zeigte sich Trainer Mario Reinisch sehr zufrieden.

Er bescheinigte seiner Mannschaft eine der besten Leistungen in dieser Saison. Das nächste Ziel für die TSV Volleyballer ist das Wiederholen des Sieges vom Vorjahr beim Turnier um die Chiemgaumeisterschaft, das am 20. April in Chieming ausgetragen wird.

Teilnehmer sind dort alle Sieger der vier Ligen sowie die Mannschaft des Veranstalters. F.G.