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Weite, Noten, Wind: So bekommt ein Skispringer seine Punkte

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Die Jury bewertet bei der Vierschanzentournee die Ästhetik des Sprungs und die Landung des Springers. Foto: Daniel Karmann Foto: dpa

Oberstdorf (dpa) - Bei der Vierschanzentournee gewinnt nicht unbedingt der Skispringer, der am weitesten springt. Andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.


Die Deutsche Presse-Agentur erklärt, wie ein Skispringer auf seine Endpunktzahl kommt.

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WEITE: Grundlage für die Punktzahl von Richard Freitag und Co. ist nach wie vor die Weite. Pro gesprungenem Meter gibt es ab einer gewissen Weite 1,8 Punkte. Beispiel: Springt Athlet A auf 140 Meter und Athlet B auf 138 Meter, erhält Athlet A 3,6 Punkte mehr als Athlet B. Die reine Weite macht am Ende etwas mehr als die Hälfte der Punktzahl aus. Beim Skifliegen (Weiten bis über 250 Meter) gibt es pro Meter 1,2 Punkte. Bei der Tournee hingegen zählen nur die 1,8 Punkte pro Meter.

NOTEN: Die Jury mit fünf Wertungsrichtern beurteilt die Ästhetik des Sprungs und der Landung des Springers. Die Bestnote, die ein  Springer erhalten kann, ist 20,0 - das passiert aber höchst selten.  Üblich sind bei den Top-Athleten Noten zwischen 17,5 und 19. Die beste und die schlechteste Wertungsnote der Jury werden gestrichen.  Beispiel: Ein Springer erhält Wertungsnoten von 19, zweimal 18 und zweimal 17,5. In die Wertung gehen nach Streichung der besten Note (19) und der schlechtesten Note (17,5) zweimal die 18 und einmal die 17,5. Der Springer erhält 53,5 Punkte.

WIND: Im Sommer 2009 wurde zusätzlich zu Weite und Noten noch eine weitere Kategorie eingeführt, um die Leistung eines Skispringers zu messen. Da bei der Freiluftsportart Skispringen nicht jeder bei gleichen Bedingungen springt, wird der Wind seitdem mit eingerechnet. Beispiel: Hat ein Athlet mehr Rückenwind als ein anderer, bekommt er zusätzliche Punkte. Ist ein Springer vom Aufwind begünstigt, bekommt er Punkte abgezogen.

ANLAUFLÄNGE: Auch die Anlauflänge fließt in die sogenannte  Wind-Gate-Kompensation mit ein. Sowohl die Jury als auch der Trainer des oben sitzenden Springers können einen Wechsel der Anlaufluke anordnen. Das war vor der eingeführten Wind-Gate-Regel nicht möglich. Beispiel: Springt ein Athlet mit weniger Anlauf, bekommt er zusätzliche Punkte gutgeschrieben, hat es dafür aber schwieriger, auf eine große Weite zu kommen. Bekommt ein Athlet mehr Anlauf, erhält er zwar weniger Punkte, hat dafür aber auch die Chance auf eine höhere  Geschwindigkeit und damit eine größere Weite.

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