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Weiter Rätselraten um Lewandowski: «Man muss warten»

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Robert Lewandowski
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Noch ist unklar für welches Team Robert Lewandowski in der nächsten Saison seine Schuhe schnürt. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa

Dortmund (dpa) - Das Ultimatum ist verstrichen, doch das Rätselraten geht weiter. Auch nach Ablauf der von der Vereinsspitze festgelegten Frist am Mittwoch bleibt unklar, ob Robert Lewandowski Borussia Dortmund zumindest in der kommenden Saison erhalten bleibt.


Die Erklärung des polnischen Torjägers einen Tag später im polnischen Fernsehen trug ebenfalls nicht zur Aufklärung bei: «Ein Transfer ist für mich im Moment kein Thema. Man muss warten, bis die Saison vorbei ist. Ich denke, dann wird alles klar werden.»

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Nicht auszuschließen, dass der 24 Jahre alte Angreifer am Samstag gegen den Tabellen-Vorletzten 1899 Hoffenheim sein letztes Bundesligaspiel für den BVB bestreitet. Allerdings scheinen die Chancen auf einen Verbleib gestiegen zu sein. Schließlich hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon vor Wochen verkündet, den vertraglich bis 2014 gebundenen Lewandowski nur bei einem bis zum 15. Mai eingegangenen «werthaltigen Angebot» eventuell ziehen zu lassen.

Noch immer liegt dem BVB keine offizielle Anfrage eines anderen Clubs vor. «Es gibt keinen neuen Stand», sagte Sportdirektor Michael Zorc dem «Kicker». Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Schon am Tag nach dem Duell mit den Bayern am 25. Mai in Wembley könnte neue Bewegung in die brisante Personalie kommen.

Unabhängig vom weiteren Verlauf der unendlichen Geschichte sondieren Trainer und Clubführung den Markt und wollen auf jeden Fall einen weiteren Top-Angreifer verpflichten. So wurden Klopp, Watzke und Zorc am vorigen Wochenende beim FC Porto gesichtet, wo sie den Kolumbianer Jackson (26) in Augenschein nahmen. Doch die angeblich in dessen Vertrag festgeschriebene Ablöse von 40 Millionen Euro macht eine Verpflichtung unwahrscheinlich.

Neben Jackson gilt der belgische Nationalstürmer Christian Benteke vom Premier-League-Club Aston Villa als Kandidat. Der in Kinshasa geborene 22 Jahre alte Angreifer wäre für rund 15 Millionen Euro und damit wesentlich preiswerter zu haben. Schließlich muss der BVB bereits für den Nachfolger von Mario Götze, der im Sommer zum FC Bayern wechselt, tief in die Vereinskasse greifen.

Die anhaltenden Transfer-Spekulationen drängten die Vorbereitung auf den Bundesliga-Kehraus gegen Hoffenheim in den Hintergrund. Eine lockere Trainingseinheit für das Champions-League-Finale sieben Tage später erwartet die Borussia nicht. Schließlich will der Gegner seine letzte Chance auf den Klassenverbleib mit aller Macht nutzen.

Nicht zuletzt deshalb sorgt sich Klopp um die Gesundheit seiner Spieler. Der Coach appellierte an die Hoffenheimer, nicht «mit übergroßer Härte Probleme zu regeln, die man sich über ein ganzes Jahr lang eingebrockt hat. An die Regeln halten, hart aber fair - und dann kicken.»

Die Hoffnung der Gäste, dass beim BVB zahlreiche Stammspieler für London geschont werden, könnte sich als Wunschdenken erweisen. Klopp legt großen Wert darauf, dass seine für das Finale Auserwählten im Rhythmus bleiben und auch schon gegen Hoffenheim den nötigen Einsatz zeigen: «Es steht außer Frage, dass wir das Spiel gewinnen wollen.»