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Wenig Hoffnung bei Hoffenheim nach 0:0 gegen Mainz

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1899 Hoffenheim - FSV Mainz 05
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Der Hoffenheimer Daniel Williams (l) muss sich im Zweikampf gegen den Mainzer Nicolai Müller behaupten. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

Sinsheim (dpa) - Die TSG 1899 Hoffenheim verliert im Kampf gegen den Abstieg in der Fußball-Bundesliga immer mehr Hoffnung. Der Tabellen-17. kam nicht über ein glückliches 0:0 gegen den FSV Mainz 05 hinaus und liegt nun vier Punkte hinter dem Relegationsplatz.


Diesen hat der beim Hamburger SV siegreiche FC Augsburg inne. «Ich glaube, wir sollten uns auf uns konzentrieren und den Augsburgern aus der Ferne Druck machen», sagte TSG-Coach Marco Kurz nach dem erneuten Rückschlag und meinte zur Torflaute seiner Profis: «Wir hatten eine hervorragende Trainingswoche. Weshalb es heute nicht so geklappt hat, kann ich nicht sagen.»

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Eine Woche nach dem 3:0-Sieg in Fürth biss sich die TSG an den taktisch disziplinierten Rheinhessen die Zähne aus. Auch im vierten Anlauf gelang Hoffenheim kein Heimsieg gegen die Mainzer. «Wir hätten heute gerne eine Serie gestartet», sagte Mittelfeldspieler Tobias Weis zerknirscht.

Der FSV hat von den vergangenen zehn Spielen nur eines verloren (0:3 gegen Bayern), verpasste aber den 50. Sieg seines Trainers Thomas Tuchel in dessen Erstliga-Karriere. Die personell gebeutelten Mainzer - ohne Jan Kirchhoff, Elkin Soto, Niko Bungert, Radoslav Zabavnik, Junior Diaz, Nikita Rukavytsya, Ivan Klasnic und Marco Caligiuri - begannen verhalten und beschränkten sich zunächst auf wenige Vorstöße, waren aber die bessere Elf.

Die 24 500 Zuschauer in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena sangen zum Anpfiff erstmal Boris Vukcevic ein «Happy Birthday» zum 23. Geburtstag: Der TSG-Profi befindet sich nach seinem verheerenden Autounfall vom September immer noch in einer Rehaklinik in Heidelberg. Bei den Gastgebern musste der Ex-Mainzer Eugen Polanski zunächst auf der Bank Platz nehmen. Vom Schwung des Sieges in Fürth war bei der TSG nicht viel zu sehen, obwohl sich die Mannschaft diese Woche noch beim Paintball auf die nächste Aufgabe eingeschworen hatte. Aber zu diszipliniert stellten sich die Rheinhessen den Gegnern entgegen - und zu einfallslos agierte das Team von Kurz im Angriff.

Am auffälligsten zeigte sich noch Roberto Firmino: Nach einer Flanke des Brasilianers hatte zuerst Stephan Schröck und dann Kevin Volland eine gute Einschussmöglichkeit, beide wurden aber im letzten Moment abgeblockt (24.). Zu diesem Zeitpunkt hätte der FSV bereits führen können: Routinier Nikolce Noveski hatte in der 16. Minute nach einem Freistoß von Andreas Ivanschitz an den linken Pfosten geköpft. Kein Tempo, kaum Torchancen - das gegenseitige Belauern ging so bis zur Pause weiter.

Hoffenheims Stadionsprecher forderte die TSG-Fans auf, «alles zu geben für ein dreckiges 1:0». Doch mit blitzsauberen Angriffszügen taten sich die Kraichgauer auch nach der Pause schwer. Auf der Gegenseite war FSV-Torjäger Adam Szalai bei David Abraham und Jannik Vestergaard in guten Händen. Die Partie nahm nach einer Stunde etwas an Fahrt auf und wurde hektischer.

Zdenek Pospech traf mit einem Schlenzer sogar noch den Außenpfosten des TSG-Gehäuses, und Szalai schoss Torwart Heurelho Gomes an. So war Trainer Tuchel am Ende «sehr zufrieden» damit, dass sich sein dezimiertes Team noch einmal zu einer Energieleistung aufgerafft hatte: «Wir hatten heute Mühe, Kompaktheit, Frische und Aktivität auf den Platz zu bringen. Wir waren merklich müde.» Die Hausherren schafften es hingegen in den gesamten zweiten 45 Minuten nicht, eine klare Chance herauszuspielen und müssen weiter auf Ausrutscher des Mitkonkurrenten FC Augsburg hoffen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 54,2 - 45,8

Torschüsse: 12 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 54,1 - 45,9

Fouls: 14 - 19

Ecken: 5 - 7

Quelle: optasports.com