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Wenn Rock auf Klassik trifft

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Die Bassmonsters (v. l.) Giorgi Makhoshvili, Thomas Jauch, Claus Freudenstein und Stephan Bauer. (Foto: Heel)

Kann man Beethoven verehren und zugleich ein Fan von Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath sein? Oder genauer gefragt: Kann man orgiastischen Blues-Rock als Kammermusik aufführen, bombastischen Rocksound mit einigen wenigen Streichinstrumenten wiedergeben? Man kann, wie der Auftritt der Bassmonsters im fast ausverkauften Studiotheater des Traunreuter k1 eindrucksvoll belegte, wo das Kontrabass-Streichquartett sein brandneues Album »Classic meets Rock« vorstellte.


Gegründet hat die Band der Mühldorfer Claus Freudenstein, der auch pädagogisch tätig ist und mit diesem Projekt zeigen wollte, dass Rock- und klassische Musik durchaus unter einen Hut zu bringen sind. Was ihm zusammen mit seinen Mitstreitern Thomas Jauch (Bayerisches Staatsorchester), Stephan Bauer (Niederbayerische Philharmonie) und Giorgi Makoshvilli (Bassiona Amorosa) so virtuos wie einzigartig gelungen ist. So ließen sie ersten Teil des Konzerts unter anderem »Creeping Death« von Metallica, »Sweet child of mine« von Guns N' Roses und »Kashmir« von Led Zeppelin wieder aufleben, dazu kam ein Medley, bei dem eine CD als Geschenk winkte, wer alle Songs, darunter »Smoke on the Water«, (wieder)erkannte. Ein weiterer Höhepunkt war Giorgi Makoshvillis Solobearbeitung von Stings »La belle Dame sans Regrets«, während nach der Pause noch kraftvolle Interpretationen von Michael Jackson und den Eagles, um nur ein paar zu nennen, auf dem Programm standen.

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Geschickt arrangiert und bravourös gespielt, erklangen die auf ein Kontrabass-Ensemble umgeschriebenen Stücke wie aus einem Guss, erzeugten stimmige Harmonien und rhythmische Dichte einen überraschend wuchtigen, überaus spannenden Sound, der das Konzert zu einem echten Hörerlebnis machte, sowohl für Rock- als auch für Klassikfans. Wolfgang Schweiger