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Wenn sich alles um Mozart dreht

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Christian Simonis, Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie, leitet die Mozartwoche. (Foto: Aumiller)

Als musikalischer Frühlingsbote öffnet die Bad Reichenhaller Mozartwoche vom 12. bis 19. März wieder ihre Pforten und damit auch den Jahresreigen der philharmonischen Musiktage.


Die Mozartwoche ist zu einer beliebten Tradition der Bad Reichenhaller Philharmonie geworden, die bei Musikliebhabern aus nah und fern großen Zuspruch findet. Zum ersten Mal in seiner neuen Position als Chefdirigent der Philharmonie leitet Christian Simonis die Mozarttage. Er tut es »zur Freude der Menschen und aus Liebe zur Musik«, wie er es als Leitsatz für die Musiktage definierte. Als weitere Neuheit wird die Mozartwoche erstmals eigenverantwortlich von der Bad Reichenhaller Philharmonie ausgerichtet, welche die Konzerte auf drei Spielstätten verteilt: das Theater Bad Reichenhall, die Konzertrotunde am Kurpark und das Königliche Kurhaus.

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Erstmals Rahmenprogramm

Das hat künstlerische Gründe, den je nach Werk und Besetzungsgröße besteht damit die Wahl für die jeweils geeignetere Räumlichkeit. Und eine weitere Neuheit ist zu verzeichnen: Erstmals wird ein Rahmenprogramm zu den Konzertprogrammen geboten. Da zum Salzburger Genius Loci nicht nur nachbarliche Verbundenheit besteht, sondern die Familie Mozart auch öfter Bad Reichenhall Besuche abstattete oder auf der Durchreise Station machte, will man diese Tatsache mit zwei Angeboten feiern: Zum einen möchte ein Mozart-Menü im historischen Brauereigasthof Bürgerbräu am 16. März an Mozarts Aufenthalt im historischen Gasthof Kaitl in Karlstein erinnern und eine Matinee am 15. März bietet eine Führung durch St. Zeno im Gedenken daran, dass die Familie Mozart im Münster St. Zeno einer »Passionsopera« am Karfreitag 1771 beiwohnte. Und »Kinder malen für Mozart« fordert Schulkinder auf kreative Weise auf, sich über Mozart Gedanken zu machen. Das Auftaktkonzert im Programm der Festwoche gehört wie jedes Jahr der Oper, diesmal in Form einer festlichen Operngala mit Ausschnitten aus den drei da Ponte Opern Mozarts: »Die Hochzeit des Figaro«, »Don Giovanni« und »Cosi fan tutte«. Die Vokalsolisten sind Studierende der Universität Mozarteum Salzburg. Das verspricht durchaus ein spannendes Erlebnis, denn nicht selten hatten bei den Bad Reichenhaller Musiktagen junge Sängerinnen und Sänger ihre ersten Auftritte, die sich dann in Folge zu einem rasanten Karriereaufstieg auf den Weg machten. »Mozart in Paris« heißt die sinfonische Matinee, die eine Serenade von Jean Français Mozarts Pariser Sinfonie und seinem Flöten-Harfen-Konzert gegenüberstellt.

Auf der Spur vom Volkslied zur Sinfonie

Das geistliche Konzert bringt traditionsgemäß die Begegnung mit dem Salzburger Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Janos Czifra. Auf die Spur vom Volkslied zur Sinfonie begibt sich Martin A. Fuchsberger im Programm »Mozart und die Volksmusik«. Fuchsberger geht unter anderem den Unterschieden zwischen einem Contretanz, einem Ländler, einem Menuett, einem Landler und einem deutschen Tanz auf den Grund. Am Ende möchte er dann »zauberflötistisch« feststellen »das klinget so herrlich, das klinget so schön«.

»Mozart und die Kammermusik« stellt ernste und heitere Lieder unter der Leitung von Albert Seidl vor und die Familie Mozart kommt mit Großvater Leopold, Vater Wolfgang Amadeus und Sohn Franz Xaver zu klangvollem Wort. Das Abschlusskonzert bringt Konzerte für zwei Klaviere von Mozart und Francis Poulenc im Verein mit zwei frühen Mozartsymphonien mit Christian Simonis am Pult. Eine Reihe versierter Vokal- und Instrumentalsolisten erweitert überdies in jedem Konzert das orchestrale Farbspektrum. Elisabeth Aumiller