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Wer Arbeit will, bitte herkommen!

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Restaurant auf Sylt
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Diese beiden Männer kommen aus den Ländern Albanien und Eritrea. Sie arbeiten auf der Insel Sylt. Foto: Christian Charisius/dpa Foto: dpa

Ein Krankenhaus möchte einen Pfleger und eine Fach-Ärztin einstellen. Deswegen bietet es diese beiden Stellen an. Aber viele Wochen lang meldet sich niemand! Die Arbeitsplätze bleiben erst einmal unbesetzt.


So etwas wie in diesem ausgedachten Beispiel geschieht häufiger. Denn in einigen Berufen gibt es mehr angebotene Stellen als Menschen, die dafür ausgebildet sind. »Im Moment sehen wir Engpässe in technischen Berufen, aber auch bei Handwerkern wie etwa Dachdeckern. Außerdem in der Pflege und der Medizin«, sagt Matthias Mayer.

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Herr Mayer arbeitet für die Bertelsmann-Stiftung. Sie hat am Dienstag eine Studie vorgestellt, welche Arbeitskräfte in Zukunft gebraucht werden. Dabei kam heraus: Die Engpässe werden noch größer. Denn künftig werden hier weniger Menschen leben, die arbeiten können.

Das liegt daran, dass in Deutschland eher wenige Kinder geboren werden. »Und daran wird sich in den nächsten Jahren nicht so viel ändern«, sagt Matthias Mayer. Die Zahl der Menschen in Deutschland würde also zukünftig abnehmen.

Damit das nicht passiert, haben die Experten der Studie eine Idee. Deutschland könnte Fachleute aus dem Ausland bitten, hier zu arbeiten. Die Experten haben ausgerechnet: Jedes Jahr sollten mindestens eine viertel Million Menschen herkommen. Außerdem sollen die Leute, die schon hier wohnen, besser ausgebildet werden.

Aber wollen überhaupt so viele Menschen herziehen? Im Moment noch nicht, sagt Matthias Mayer. »Viele Leute auf der Welt sprechen eher Englisch als Deutsch. Sie wollen häufiger nach Amerika oder Großbritannien gehen, wo Englisch gesprochen wird.«

Deswegen wird nun im Ausland Werbung gemacht für Deutschland. Matthias Mayer meint: Deutschland kann genügend Leute finden. »Aber wir müssen uns dafür anstrengen.«