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Wer feiert, der soll das Auto stehen lassen

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Wer im Fasching feiern will und dabei Alkohol trinkt, sollte sich nicht mehr hinters Lenkrad setzen.

Die Polizei musste in den letzten Faschingstagen des vergangenen Jahres 33 Alkoholunfälle im südlichen Oberbayern aufnehmen. 137 Fahrzeuglenker wurden bei den Kontrollen 2018 aus dem Verkehr gezogen, weil sie zu viel intus hatten. 40 Unbelehrbare standen unter Drogeneinfluss. 20-mal konnte die Polizei eine Trunkenheitsfahrt vor Fahrtantritt noch verhindern. Angesichts dieser Zahlen wollen die Beamten, wie sie mitteilen, auch heuer wieder ihre Kontrollen in der heißen Phase des Faschings verstärken.


Alkohol und Drogen am Steuer sind sehr gefährlich und führen häufig zu schweren Verkehrsunfällen mit Toten und Verletzten. Sie kosten nicht nur viele Menschenleben, sondern verursachen auch vielfaches Leid und zerstören ganze Familien und Existenzen. Deshalb werden Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss auch hart bestraft. Neben einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und Punkten auf dem Flensburger Punktekonto drohen den Alkohol- und Drogensündern empfindliche Geldstrafen, die nicht selten ein Monatseinkommen übersteigen. Durch den Verlust des Führerscheines kommen häufig auch noch berufliche Konsequenzen hinzu.

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Holger Siegemund, der Leiter verkehrspolizeiliche Aufgaben beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, empfiehlt den Narren, sich bereits vor dem Feiern Gedanken über den Heimweg zu machen: »Wir wollen Ihnen nicht die Freude am Fasching verderben. Uns ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer gesund und sicher nach Hause kommen. Um sich und andere nicht zu gefährden, ist es deshalb ratsam und empfehlenswert, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi umzusteigen.«

Der Bußgeldkatalog sieht bereits bei 0,5 Promille Alkohol oder entsprechendem Drogenkonsum eine Geldbuße von wenigstens 500 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei und mindestens ein Monat Fahrverbot vor. Die Sanktionen verdoppeln und verdreifachen sich entsprechend, wenn jemand bereits ein- oder mehrmals von der Polizei erwischt worden ist. Noch teurer wird es für diejenigen Verkehrssünder, die 1,1 und mehr Promille Alkohol im Blut haben und damit »absolut fahruntüchtig« sind.

Jedoch droht der Führerscheinentzug bereits, wenn man alkoholisiert ab einem Wert von mehr als 0,3 Promille oder im Drogenrausch einen Verkehrsunfall verursacht. All diese Fahrer müssen sich für die begangene Straftat vor Gericht verantworten, welches neben einer Eintragung in die Verkehrssünderkartei auch eine entsprechende Geldstrafe sowie regelmäßig einen längeren Führerscheinentzug verhängt. Für die ganz Unbelehrbaren schließt sich übrigens bei 1,6 und mehr Promille oder im Wiederholungsfall automatisch die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an. Die Fahrerlaubnisbehörde prüft dann vor einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erst einmal, ob der Betroffene überhaupt geeignet ist, erneut ein Kraftfahrzeug zu führen. fb

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