weather-image
11°

Wer lange schläft, ist besser drauf

0.0
0.0
Müdigkeit
Bildtext einblenden
Forscher geben den Eltern recht: Es ist gut, früh ins Bett zu gehen. Foto: Marius Becker/dpa Foto: dpa

Ein Mädchen in der Klasse gähnt. Ein Junge hat seinen schweren Kopf auf den Arm gestützt. Und ein drittes Kind liegt sogar auf seinem Schulheft und schläft.


Sieht es so manchmal in deinem Klassenzimmer aus? Dann wäre das nicht ungewöhnlich. Denn viele Kinder in Deutschland schlafen zu wenig und sind in der Schule müde. Das haben Forscher herausgefunden.

Anzeige

Einer der Wissenschaftler ist Andreas Klocke. Er und sein Team haben Tausende Schüler befragt. »Kinder mit weniger Schlaf berichten, dass sie tagsüber nicht so wach sind. Und dass sie sich nicht so gut konzentrieren können«, sagt der Professor.

Aber nicht nur Schlappheit und Müdigkeit sind ein Problem. Wer wenig schläft, verletzt sich auch häufiger an der Schule. Denn wenn man müde ist, stolpert man zum Beispiel schneller mal und fällt hin.

Wie lange soll man also schlafen? »Jedes Kind braucht unterschiedlich viel Schlaf«, meint Andreas Klocke. Ein zwölf Jahre altes Kind sollte mindestens acht Stunden lang schlafen. Wer jünger ist, brauche oft noch mehr Schlaf, meint er.

In einer anderen Schlaf-Studie kam heraus: Schuld am Schlaf-Mangel sind oft Fernseher, Videospiele und Handys. Wer viel Zeit damit verbringt, schläft oft später ein als Kinder mit weniger Zeit vorm Bildschirm.

»Mein Tipp ist: Die Medienzeiten bis 19 Uhr einplanen, danach nicht mehr«, sagt der Forscher Matthias Morgenstern. Mindestens eine Stunde vor dem Schlafen sollte man nicht mehr auf einen Bildschirm schauen.

Was auf jeden Fall nicht geht: einfach morgens länger schlafen. Denn die Schule beginnt immer gleich früh. Im Winter klingelt die erste Glocke manchmal sogar vor Sonnenaufgang! Professor Klocke findet, man könnte den Schulbeginn um eine Stunde nach hinten verlegen. »Es gibt Hinweise, dass Schüler dann wirklich länger schlafen.«