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Wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall gesammelt

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Anlässlich der bayernweiten Feuerwehraktionswoche organisierten die Verantwortlichen des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein eine Übung auf dem Standortübungsplatz Kammer. Rund 140 Aktive aus dem Landkreis beteiligten sich an der auf drei Komponenten aufgebauten Übung. Unterstützung aus der Luft leistete ein Hubschrauber. (Foto: Hobmaier)

Traunstein – Rund 140 Feuerwehrler mit 20 Fahrzeugen aus dem Landkreis Traunstein beteiligten sich an einer Übung, die anlässlich der bayernweiten Feuerwehraktionswoche auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr in Kammer stattfand. Die Helfer sammelten wertvolle Erfahrungen, die sie nun in die Einsatzplanung miteinfließen lassen.


Die Bundeswehr stellte nicht nur die Örtlichkeiten zur Verfügung. Sie sorgte darüber hinaus auch für die Verpflegung der Beteiligten. Zusammen mit dem Kreisverbindungskommando Traunstein beobachteten die Soldaten die Übung.

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Nach dem coronabedingten Lockdown erfolgte nun das erste »größere Lebenszeichen« der Feuerwehren in Sachen Übungs- und Ausbildungsbetrieb. »Es ist super, dass mal wieder was los ist und wir umfangreich mit der Technik üben konnten«, so der Tenor unter den Teilnehmern. »Es ist in dieser Übung das Kunststück gelungen, dass die notwendigen Abstände eingehalten und Schutzmaßnahmen durchgeführt wurden«, freute sich Kreisbrandrat Christof Grundner.

Zu Beginn der Übung legten die Teilnehmer eine lange Schlauchstrecke vom Mühlbach bei Leiderting bis zum Truppenübungsplatz. Auf einer Strecke von gut einem Kilometer errichteten sie mit Unterstützung eines Schlauchwagens eine Doppelleitung zur Wasserförderung. Da ein Höhenunterschied von etwa 40 Meter zu überwinden war, waren mehrere Zwischenpumpen erforderlich. »Für uns Maschinisten ist so eine lange Schlauchstrecke die Königsdisziplin – es müssen alle Rädchen perfekt zusammenspielen, damit am Ende der Leitung überhaupt Wasser ankommt«, so einer der Übungsteilnehmer. Die Zahlen belegen, dass dies offensichtlich funktionierte. Pro Minute förderte die Leitung eine Wassermenge von gut 2000 Litern.

Darüber hinaus probten die Feuerwehrler den Wassertransport im Pendelverkehr. Auch in diesem Fall nahmen sie das benötigte Löschwasser aus dem rund drei Kilometer entfernten Mühlbach im Ortsteil Kaltenbach und transportierten es mit fünf Tankfahrzeugen an den Übergabeplatz. Bereits wenige Minuten nach dem Start hatte sich das System eingespielt – und so gelang es über mehrere Stunden hinweg, eine Wassermenge von etwa 40 000 Liter pro Stunde zu befördern.

Als dritte Übungskomponente stand die Waldbrandbekämpfung im Drehbuch. Dabei kam neben der Waldbrandausrüstung des Landkreises Traunstein ein Hubschrauber der Firma GHS aus Kirchanschöring zum Einsatz. Der Hubschrauber übernahm sowohl den Personal- als auch den Materialtransport. Darüber hinaus beteiligte er sich an den Löschmaßnahmen und unterstützte die Bodenkräfte mit einem Wasserbehälter aus der Luft.

»Für uns ist das schon eine tolle Sache, dass wir die Chance bekommen haben, gleich zweimal innerhalb kurzer Zeit mit einem Hubschrauber üben zu können. Dadurch haben wir viele Erkenntnisse gewinnen können und das Zusammenspiel unter den Beteiligten deutlich verbessert«, so Kreisbrandmeister Thomas Mayr.

Zum Abschluss des Übungstags zeigten sich die Verantwortlichen begeistert, dass das Hygienekonzept für die Übung so gut funktioniert habe. »Insbesondere beim Einsatzkonzept für die lange Schlauchstrecke werden wir nachbessern. Hier hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, auf kleine, wendige Fahrzeuge zu setzen und die Abläufe etwas anzupassen«, so Kreisbrandmeister Alexander Heide. Der Pendelverkehr habe trotz Widrigkeiten gut funktioniert, es habe nur wenige Anregungen zur Optimierung gegeben.

Neben der Feuerwehr Kammer beteiligten sich Einsatzkräfte aus Traunstein, Trostberg, Pietling, Eisenärzt, Staudach, Emertsham, Unterwössen, Engelsberg, Traunreut, Heiligkreuz, Grabenstätt, Kirchanschöring, Petting, Waging, Hammer, Siegsdorf und Übersee an der Übung. Darüber hinaus waren mehrere Führungskräfte als Beobachter eingesetzt. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung war in die Übungskoordination eingebunden. Hob