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»Wes Brot ich ess, des Lied ich sing ...«

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Das Vokalquartett »Spontifex« mit (von links) Petra Ohlendorf, Edwin Hertlein, Eva-Maria Forreiter und Michael Hüller. (Foto: Hogger)

Passend zur Örtlichkeit, nämlich dem Teisendorfer Backhaus einer dortigen großen Bäckerei, präsentierten vor heimischem Publikum das Vokalquartett »Spontifex« sowie das Holzbläsertrio Fridolfing im Wechsel einen stimmungsvollen bunten musikalischen Frühschoppen unter dem alten, jedoch immer noch sehr aktuellen Motto »Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.«


»Mir geht’s gut«, mit diesem Lied von M. Ager, begrüßte das Vokalquartett mit den Mitwirkenden Petra Ohlendorf (Sopran), Eva-Maria Forreiter (Alt), Edwin Hertlein (Tenor) und Michael Hüller (Bass) schwung- und stimmungsvoll das Publikum im Teisendorfer Backhaus. Spontifex-Moderator Dr. Michael Hüller moderierte und unterhielt die Gäste mit seinen lustigen Anekdoten sowie Nachdenklich-Wissenswertem über das Brot und den Bäckerberuf vor und zwischen den Gesangseinlagen des Vokalquartetts. Er wies dabei auf die Tatsache hin, dass heutzutage nur noch 14 000 Bäcker in Deutschland ihrem Beruf nachgehen, während es 1960 alleine in Westdeutschland über 50 000 waren und somit dieser uralte Berufsstand leider immer mehr im Verschwinden begriffen ist, es in vielen Orten gar keine Bäckereien, sondern nur noch Backshops in Supermärkten gibt. Desgleichen verhält es sich laut Hüller mit traditionellen Korn-Mühlen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte beinahe sämtlich aus unserem Land der Globalisierung zum Opfer gefallen und somit wohl für immer verschwunden sind. Dem Bassisten Michael Hüller vom Vokalquartett Spontifex stand Klarinettist Sepp Pallauf vom Fridolfinger Holzbläsertrio abwechselnd als ebenso launiger Ansager zur Seite, der z. B. ganz keck die Fließgewässer, die Bäche auf eine Erfindung von Johann Sebastian Bach zurückführte. Von bayrisch-barock bis klassisch wurden Stücke, wie »Da gwampat Gust« von E. Sepp, »Let us break« (Spiritual), »Black Bird« (John Lennon, Paul McCartney) oder »Trickle, Trickle« (C. Basset) mit Querflöte (Petra Ohlendorf), Klarinette (Sepp Pallauf) und Fagott (Wolfgang Grösch) bzw. a capella zur Freude des Publikums vorgetragen, eine sehr bunte Mischung aus alten und modernen, heimatlichen und klassischen Kompositionen.

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Das dankbare Publikum wusste dieses Potpourri an dargebotenen Liedern und Anekdoten sehr zu schätzen und bedankte sich mit viel Applaus für diese sehr gelungene Veranstaltung. Johannes Hogger