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Wettkampf der Gebirgstruppen in Ruhpolding

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Brigadegeneral Jared Sembritzki gratulierte einem »Struber Jager« im Ziel zu seiner hervorragenden Leistung. (Foto: Bundeswehr/Achim Kessler)

Ruhpolding – Bereits zum zweiten Mal führte die Gebirgsjägerbrigade 23 die »International Mountain Warfare Patrol« (IMWP) in Ruhpolding durch. Dem anspruchsvollen militärischen Gebirgswettkampf stellten sich neben deutschen Gebirgssoldaten auch Mannschaften aus Frankreich, Italien, Österreich, Polen und Slowenien. Den Sieg errang das Team des Gebirgsversorgungsbataillons 8 aus Füssen vor den »Jagern« der Gebirgsjägerbataillone 233 aus Mittenwald und 231 aus Bad Reichenhall.


Der Streckenverlauf musste zum Schutz der Wettkämpfer kurzfristig geändert werden, da zum Wettkampfzeitpunkt eine erhebliche Lawinengefahr in den Gipfellagen des Rauschbergs bestand. Daher mussten die geplante Abfahrt durch die steile »Rossgasse« und das Abseilen über die »Geißwand« abgesagt werden. Statt der vorgesehenen 1900 Höhenmeter führte der Wettkampf nun über 1300 Höhenmeter. Dafür wurde die Strecke von 29 auf 32 Kilometer verlängert.

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Die insgesamt 15 Mannschaften starteten in zehnminütigen Abständen ab 7 Uhr morgens in der Chiemgau-Arena. Die Soldaten waren jeweils mit Waffe und einem zehn Kilogramm schweren Rucksack bepackt. Zusätzlich führten die Teams eine zerlegbare sogenannte »Universaltrage 2000« für den Verletztentransport mit. Der Wettkampf forderte von den Gebirgssoldaten vor allem körperliche Fitness und Zähigkeit bei der Bewältigung der Strecke im Aufstieg und in der Abfahrt auf Tourenskiern rund um den Rauschberg und die Chiemgau-Arena. Darüber hinaus war militärisches Können an verschiedenen Stationen gefragt, wobei Fehler mit Zeitstrafen geahndet wurden.

So mussten die Athleten zwei Schießeinlagen am Biathlon-Schießstand in der Chiemgau-Arena, Handgranatenzielwerfen und eine Suche nach Lawinenverschütteten absolvieren. An der letzten Station mussten die jeweils sechsköpfigen Teams die mitgeführte, zweiteilige Verwundetentrage zusammenbauen und anschließend einen Verwundetentransport bis ins Ziel durchführen.

Den Sieg in einer Spitzenzeit von 3:57 Stunden errang mit 19 Minuten Vorsprung das Team des Gebirgsversorgungsbataillons 8 aus Füssen. Auf den Plätzen folgten in einem engen Rennen innerhalb von nur fünf Minuten die drei Gebirgsjägerbataillone 233 aus Mittenwald, 231 aus Bad Reichenhall und 232 aus Bischofswiesen. Als beste ausländische Mannschaft kämpfte sich das Team der 27. Gebirgsjägerbrigade aus Frankreich in einer Zeit von 4:27 Stunden auf den fünften Rang, dicht gefolgt von drei weiteren deutschen Mannschaften. Alle anderen Teams benötigten für die Strecke zwischen 5:12 und 6:54 Stunden. Im Unterschied zur ersten Austragung der IMWP konnten in diesem Jahr alle Wettkämpfer das Ziel erreichen. fb