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Wettkampf in Sicht!

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Die vergangenen Wochen war unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger viel mit dem Rad – so wie hier bei Nußdorf – unterwegs. Jetzt wird sie ihren Schwerpunkt beim Training dann aber aufs Laufen legen.

Sie glauben gar nicht, wie sehr ich mich gerade freue! Ich habe nämlich in wenigen Wochen einen Wettkampf in Aussicht – und zwar einen richtigen! Ich werde – sofern das Rennen dann Corona-bedingt auch wirklich starten darf – am 17. Oktober beim Chiemgau Trail Run mitmachen!


Und damit habe ich plötzlich wieder ein richtiges Ziel vor Augen! Und ich bekomme endlich wieder mal eine Startnummer und darf Wettkampfluft schnuppern – mit diesem ganz besonderen Kribbeln vor dem Start inklusive. Es ist genau das, was ich jetzt brauche. Denn ich gebe es ehrlich zu, meine Motivation ist gerade in den vergangenen Wochen auch ein wenig gesunken. Und deswegen war meine Trainerin Pamela Gutsch auch sofort einverstanden, als ich sie gefragt habe, was sie von einem Trailrun halten würde.

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Und weil ich mich eben so darauf freue, bin ich plötzlich wieder richtig motiviert. Ehrlich: Ich kann es kaum erwarten und deshalb nervt es mich jetzt direkt, dass ausgerechnet jetzt meine Ruhewoche mit wenig Training ist. Aber nächste Woche dann!

Und ja, das Rennen gibt mir auch einen Schub für mein anderes Ziel. Sie wissen es ja schon: Ich werde noch in diesem Jahr – und zwar im November – einen Marathon laufen. »Wir halten sonst an unserem Plan fest«, sagt nämlich Pamela Gutsch. »Halt dann wieder virtuell.« Weil einen offiziellen Marathon wird es heuer wohl eher nicht mehr geben.

Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum macht die das erst im November? Ehrlich: Ich mich auch! Aber meine Trainerin erklärt es mir: »Deine Beine sind noch nicht soweit«, sagt sie. Die sind aktuell nämlich noch eher aufs Radeln eingestellt. Logisch, am vergangenen Wochenende wäre ja der Kufsteiner Radmarathon gewesen – er wurde wegen der Pandemie aber eben auch abgesagt. Ich hatte ihn aber freilich so auf meinem Trainingsplan stehen – der Aufbau für die Langdistanz ist von meinem Coach eben exakt durchgeplant! 120 Kilometer und 2000 Höhenmeter waren angesagt – das mit den Kilometern habe ich mit über 130 Kilometern gut erfüllt. Nur das mit den Höhenmetern habe ich echt versemmelt. Das waren am Ende dann nur etwas über 1300. »Macht nichts«, beruhigt mich meine Trainerin. »Die 2000 kommen schon noch.«

Und ja, ich habe die vergangenen Tage auch erneut geschimpft bekommen – diesmal von meiner Physiotherapeutin Sandra Wieshuber. Bei ihr habe ich jetzt mal wieder vorbeigeschaut, weil mir die vergangenen Tage nach dem Laufen immer meine Hüfte leichte Probleme gemacht hat. »Nimmst du eh deine Faszienrolle her?«, fragt sie mich gleich am Anfang. »Ich schaue sie zumindest jeden Tag an«, lache ich. Das Lachen vergeht mir aber dann ganz schnell, denn das Lockern der Muskeln wird dann echt nicht so angenehm. »Okay, ich rolle ab jetzt eh wieder brav!«

Und meine Trainerin lässt mich auch diese Woche beim Kraft- und Stabilisationstraining ziemlich schwitzen – ich habe eben Nachholbedarf zwecks der Sommerpause, Sie wissen schon! Und stellen Sie sich vor: Beim letzten Mal hat mein kleiner Neffe mitgeturnt – und wie! Während ich auf der Matte liege und mir 30 Sekunden Verschnaufpause gönne, macht er neben mir den Hampelmann. Und danach schaut mich der kleine Mann an und sagt: »Stephanie, ich kann das besser wie du...«

Unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger setzt ihren Triathlon-Selbstversuch fort. Nachdem sie 2017 über die Volks-, 2018 über die Kurz- und 2019 über die Mitteldistanz gestartet ist, wird sie in diesem Jahr einen Zwischenschritt machen, um 2021 dann auf die Langdistanz zu gehen.

Stephanie Brenninger