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Wie funktioniert der Täter-Opfer-Ausgleich?

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Foto: Symbolbild, pixabay

Bei einem Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) haben Beschuldigter und Geschädigter die Möglichkeit, in direktem Kontakt mit Unterstützung eines neutralen Vermittlers den Konflikt fair zu lösen und eine schnelle Wiedergutmachung des Schadens zu erreichen.


Der TOA ist geeignet bei Straftaten, bei denen eine Person geschädigt wurde, der Täter diese Schädigung zugibt, beide Seiten bereit sind, am TOA mitzuwirken, und die Staatsanwaltschaft nicht ohnehin wegen geringer Schuld von der Anklage absehen würde.

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Zunächst können die Beteiligten in Einzelgesprächen mit dem Mediator ihre Sichtweise der Tat, ihr Gefühle sowie ihre Vorstellung für eine erfolgreiche Konfliktregelung mitteilen. Anschließend besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Gesprächs. In diesem wird dann über den Vorfall, dessen Folgen und persönliche Sichtweisen gesprochen und nach einer geeigneten Form der Wiedergutmachung gesucht.

Wird eine Lösung gefunden, kann das mit einer Vereinbarung schriftlich festgehalten werden.

Ein TOA ist Chance für beide Seiten. Der Geschädigte kann dem Täter die Folgen der Tat verdeutlichen, seine Gefühle von Verletzung, Ärger, Enttäuschung, Wut oder Angst ausdrücken, eine schnelle Wiedergutmachung erreichen und Schadenersatz erhalten, ohne dass ein Zivilprozess notwendig ist.

Der Täter kann dem Opfer zeigen, dass er die Tat bedauert und dafür einsteht. Er kann zu erkennen geben, dass er die Empfindungen des Opfers ernst nimmt und durch die aktive Wiedergutmachung die Angelegenheit in Ordnung bringen möchte. Außerdem kann so ein Strafverfahren vermieden werden. jar