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Wie geht's weiter mit BGLT und TRBK?

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Königssee: Wie geht's weiter mit BGLT und TRBK? Dr. Bartl Wimmer als neuer TRBK-Vorsitzender?
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Nimmt als Vorsitzender bald seinen Hut: Hannes Rasp. (Archivfoto: Ulli Kastner)

Schönau am Königssee – Die Zeit von Hannes Rasp als TRBK-Vorsitzender ist bald zu Ende. Wie berichtet, wollte Rasp den Vorsitz des Zweckverbands Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee Ende Oktober abgeben. Aufgrund der aktuellen Lage konnte nun die Wahl des neuen Vorsitzenden am 15. Oktober nicht stattfinden, die Verbandsversammlung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Was bedeutet das nun?


Ist die TRBK führerlos? Wer soll Nachfolger werden? Und was geschieht mit der BGLT, wenn die TRBK wie angekündigt die Vermarktung der Marke »Bergerlebnis Berchtesgaden« übernimmt? Hannes Rasp hat Antworten parat.

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Die Nachricht kam Anfang September überraschend. Sowohl Hannes Rasp, als auch der zweite Vorsitzende Franz Rasp, legten ihre Ämter in der Verbandsversammlung nieder. Was das nun für die TRBK bedeutet, erläutert der Noch-Vorsitzende dem »Berchtesgadener Anzeiger«: »Ich nehm jetzt nicht meinen Koffer und laufe davon«, versichert Rasp.

»Ich bleibe jetzt noch so lange Vorsitzender, bis ein neuer gewählt ist.« Er hoffe aber, dass dies Mitte November der Fall sein wird, fügte der Bürgermeister von Schönau am Königssee hinzu. Und, dass zwei Wochen reichen, um die Situation wieder zu entschärfen. Wichtig ist es Hannes Rasp laut eigener Aussage, dass die Wahl nicht im kleinen Kreis vollzogen wird, sondern dass die Öffentlichkeit dabei sein kann.

Welcher Kandidat steht dann überhaupt zur Wahl für den ersten Vorsitzenden der Tourismusregion? Es kommen einige infrage. Denn »jeder, der Verbandsmitglied und mindestens Gemeinderatsmitglied ist, kann gewählt werden«, erklärt der Vorsitzende. Es gibt einen Namen, der im Talkessel die Runde macht: Dr. Bartl Wimmer. Das streitet der Schönauer auch nicht ab: »Dass über Bartl Wimmer geredet wird, ist richtig.« Allerdings kann immer noch jeder in die Fußstapfen Rasps treten.

Die Frage des Vorsitzes ist nicht die einzige Angelegenheit, die den Tourismusverband derzeit beschäftigt. Ein Paukenschlag war auch die geplante Übernahme der Vermarktung der Marke »Bergerlebnis Berchtesgaden« (momentan noch bei der BGLT) durch die TRBK. Damit nimmt der Talkessel seine Marke wieder selbst in die Hand. Auch hier fällt der Name Wimmers: »Bartl und ich sind beauftragt, es so abzuwickeln, dass die Marke Bergerlebnis wieder in die TRBK eingegliedert wird«, informiert Rasp.

Dazu werden einige Gespräche mit den beiden anderen Gesellschaftern der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Rupertiwinkel und Bad Reichenhall, geführt. »Jetzt kommt es darauf an, was diese Gespräche ergeben.« Er wünsche sich, so Rasp, dass dieses Thema bis 31. Dezember dieses Jahres abgewickelt ist. Das »Formelle« ziehe sich aber bis ins nächste Jahr. »Mir ist auch klar, dass das Datum 31.12. sportlich ist, aber wenn man sich kein Ziel setzt, kommt man nicht vorwärts.«

Die Übernahme der Marke Berchtesgadens hätte noch andere Folgen. Momentan hat die BGLT ihren Sitz im AlpenCongress Berchtesgaden. Dieser gehört dem Zweckverband TRBK, welcher die Räumlichkeiten an die Gesellschaft verpachtet. Zur Erinnerung: In den Jahren 2014 bis 2016 wurde das Kongresshaus umgebaut, und extra eine Zwischendecke im vorderen Teil des Gebäudes eingezogen, um die Büroräumlichkeiten für die BGLT zu schaffen.

Was geschieht nun, wenn die BGLT gar nicht mehr für die Marke Berchtesgaden zuständig ist? Bleiben die Mitarbeiter im AlpenCon-gress? Hannes Rasp nennt als Antwort zwei mögliche Varianten: »Entweder die BGLT bleibt Hauptverantwortlicher der Marke Berchtesgaden. Dann bleibt sie im AlpenCongress. Oder sie übernimmt als Hauptverantwortlicher die Marke Bad Reichenhall. Dann macht es wenig Sinn, dass die BGLT in Berchtesgaden bleibt.« Was passiert, müsste nun in den Verhandlungen entschieden werden. Fakt sei: »Keiner wird entlassen.«

Annabelle Gabriel