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Wie werde ich Fachkraft Agrarservice?

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Lars Averbeck
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Lars Averbeck ist gerne mit den großen Maschinen auf dem Feld unterwegs: Er macht in Dülmen eine Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck
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Lars Averbeck prüft die Weizenpflanzen, die im vergangenen Jahr ausgesät wurden. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck und Thomas Albers
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Sie pflegen die Pflanzen von der Saat bis zur Ernte: Lars Averbeck kontrolliert mit Disponent Thomas Albers die Qualität des Weizens. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck
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Im Sommer viel draußen: Lars Averbeck macht beim Agrardienstleister Kemming in Dülmen eine Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck
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Lars Averbeck gefällt die Kombination aus grünen und technischen Elementen gut. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck und Thomas Albers
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Fachkräfte Agrarservice kennen die Funktionsweise der landwirtschaftlichen Maschinen: Lars Averbeck kontrolliert mit Disponent Thomas Albers (l.) die Spritzdüseneinstellungen. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck auf dem Pflanzenschutzspritzer
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Sein Beruf hat auch viel mit Technik zu tun: Lars Averbeck kontrolliert den Tank des Pflanzenschutzspritzers. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Mit dem Pflanzenschutzspritzer unterwegs
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Fachkräfte Agrarservice übernehmen landwirtschaftliche Dienstleistungen für Kunden: Lars Averbeck ist mit dem Pflanzenschutzspritzer auf einem Weizenfeld unterwegs. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa
Lars Averbeck
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Felder und Wiesen im Blick behalten, dazu das Wetter und Umweltbedingungen: Auch das gehört für Lars Averbeck zu seinen Aufgaben als angehende Fachkraft Agrarservice. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn Foto: dpa

Die Landwirtschaft ist einer der ältesten Ökonomiebereiche der Menschheit. Wer sie betreiben will, braucht von Aussaat bis Ernte eine Menge Know-how. Und das bringen Fachkräfte Agrarservice mit.


Dülmen (dpa/tmn) - Fast jeder hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie der Alltag eines Landwirts oder einer Landwirtin aussieht. Aber das ist nicht die einzige Ausbildung in der Branche. Was aber Fachkräfte Agrarservice lernen, wissen die wenigsten.

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In jedem Fall gilt: Der Arbeitsalltag ist im Sommer anders als im Winter, wie Lars Averbeck sagt. »Im Frühjahr und im Sommer bin ich meist draußen unterwegs, im Winter stehe ich in der Werkstatt und kümmere mich um die Maschinen.« Mit den Maschinen sind Traktoren, Mähdrescher oder Häcksler gemeint. PS-starke Großfahrzeuge, die der 17-Jährige im Laufe seiner Ausbildung zu steuern lernt.

Fachkräfte Agrarservice pflegen Pflanzen von der Saat bis zur Ernte, behalten Felder und Wiesen im Blick, dazu das Wetter und Umweltbedingungen. Zudem muss Lars Averbeck lernen, die tonnenschweren Landwirtschaftsmaschinen geschickt auf empfindlichen Böden zu manövrieren - und wie sie möglichst wirtschaftlich und umweltverträglich eingesetzt werden können.

Kombination aus grünen und technischen Elementen

Fachkräfte für Agrarservice arbeitet meist im Auftrag von Landwirten, angestellt bei sogenannten landwirtschaftlichen Lohnunternehmen - die Dienstleistungen im ländlichen Raum übernehmen. Averbeck findet die Kombination aus grünen und technischen Elementen gut. Zum einen will er biologische Zusammenhänge noch besser verstehen, zum anderen begeistert er sich für Maschinen und Technik.

Der 17-Jährige hat gleich nach seinem Realschulabschluss 2019 die dreijährige duale Ausbildung am Standort Dülmen (NRW) der Firma Kemming, einem Fachbetrieb für Agrardienstleistungen begonnen. Das mittelständische Unternehmen unterstützt Landwirte im Pflanzenbau von der Aussaat bis zur Ernte.

Arbeiten im Rhythmus der Natur

Die Aussaat, die Düngung und die Ernte von Rüben, Kartoffeln, Getreide und Mais verlangt Umsicht von allen Beschäftigten - vom Auszubildenden bis zum Vorgesetzten. Denn ihre Arbeit hat großen Einfluss auf das Ernteergebnis. Da geht es etwa um Fragen nach der richtigen Menge von Nährstoffen, also wie viel und welchen Dünger ein Pflanzenbestand auf einem bestimmten Acker benötigt. »Und wir schauen auch, ob Schädlinge oder Krankheiten auftreten«, erzählt der Azubi. Fachkräfte für Agrarservice lernen grundsätzlich die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzpflanzen kennen und betreuen die Bestände im Einvernehmen mit den Kunden.

Lars Averbeck mag vor allem die Abwechslung bei der Arbeit und dass er im Frühjahr und Sommer im Freien sein kann. »Natürlich finde ich es auch toll, einem Traktor übers Feld zu steuern.« Je nach Alter und Geschicklichkeit starten die Azubis mit verhältnismäßig einfachen Arbeiten. Dann werden sie an die Saat von Getreide herangeführt, nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit geht es an die Aussaat von Mais oder Zuckerrüben. Die Ernte, zum Beispiel von Mais oder Getreide, steht erst im dritten Ausbildungsjahr an.

Averbeck muss in Kauf nehmen, dass mancher Arbeitstag im Frühjahr und Sommer länger ausfällt als geplant. Für ihn gehört das zum Beruf: »Wir sind eben trotz der ganzen Technik der Natur ausgesetzt und die hat ihren eigen Rhythmus.« In den Wintermonaten warten und reparieren Fachkräfte für Agrarservice die Maschinen, dann schlägt die Stunde der Schrauber.

Den Kunden mit Fachwissen beraten

Firmeninhaber Thomas Kemming wünscht sich von den Auszubildenden neben dem Interesse an der Natur und einer Affinität zur Technik auch »eine offene Art im Umgang mit Menschen« mitbringen. Außerdem zählt der Dienstleistungsgedanke: »Neben der Arbeit auf dem Feld geht es auch darum, kompetent und freundlich mit den Kunden umzugehen«, sagt der Firmeninhaber. Neben Aussaat und Ernte spielt zum Beispiel der Pflanzenschutz eine große Rolle.

Der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zufolge sind die Zukunftsaussichten der Fachkräfte für Agrarservice sehr gut. Während der Ausbildung verdienen sie je nach Bundesland im ersten Ausbildungsjahr zwischen 580 und 750 Euro. Die Vergütung steigt bis zum dritten Jahr auf zwischen 680 und 875 Euro an.

© dpa-infocom, dpa:200605-99-323983/2

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