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Mit Unterstützung der Unterwössner Feuerwehr wurden die Tafeln und Figuren am Baum befestigt. (Foto: Wunderlich)

Wieder ein Maibaum in Schleching

Schleching – Auch in Schleching wurde nach coronabedingter Pause wieder ein Maibaum aufgestellt.


Gefällt worden war der Baum am 21. Dezember in der Nähe des Rudersburger Sees, fachkundig ausgesucht hatte ihn Hermann Loferer. Gespendet wurde der 25 Meter lange Baum vom Forstbetrieb Ruhpolding, Revier Schleching. Und gestohlen wurde er auch: Als Diebe wurden 20 Personen des Wössner Burschenvereins ausgemacht. Bauhofleiter Peter Hell erzählt, »es waren schwerste Verhandlungen«, bis die Wössner den Baum wieder zurückbrachten. In den Preisverhandlungen mussten pro Person eine Maß Bier und eine Brotzeit zugesagt werden.

Nachdem der Maibaum wohlbehalten wieder auf dem Dorfplatz lag, konnte der große Turmdrehkran bestellt werden. Im Vorfeld hatten die Bauhofmitarbeiter den Platz für den Baum hergerichtet, drei Meter tief wurde ein Erdloch ausgeschachtet und für den Erd-Ständer mit Beton vergossen. Immerhin wiegt der 25 Meter hohe Baum im trockenen Zustand immer noch eine Tonne. Mit Hilfe des Krans wurde der Baum über dem Erd-Ständer in Position gebracht. Hier begann die Detailarbeit am Boden, damit der Stamm passgenau im Ständer festgeschraubt werden konnte. Alles klappte perfekt. Später wurden mit Unterstützung der Feuerwehr von den Mitarbeitern des Bauhofs die Tafeln der Vereine und die überarbeiteten Figuren am Stamm befestigt. Die Gams an der Spitze ist neu.

Bürgermeister Josef Loferer und die Gemeinde hatten beschlossen, kein großes Fest zum Aufstellen des Maibaums zu veranstalten. Mit Rücksicht auf die jetzt in Schleching lebenden Flüchtlinge aus der Ukraine, die in ihrer Heimat gerade alles verloren haben.

»Eingeweiht« wird der Baum beim ersten Konzert der Musikkapelle Schleching und den Schlechinger Alphornbläsern. Dieses ist am morgigen Donnerstag um 19 Uhr.

wun