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Wikinger-Stätte und Dom wollen auf Welterbe-Liste

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Haithabu
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Haithabu war ein wichtiger Ort in der Wikinger-Zeit. Foto: Carsten Rehder/dpa Foto: dpa

Was haben das Wattenmeer in Norddeutschland und die Freiheitsstatue in New York gemeinsam? Sie beide stehen auf einer bekannten Liste: der Welterbe-Liste. In den nächsten Tagen beraten Experten, wer noch dazugehören darf. Hier erfährst du, worum es geht.


Was ist die Welterbe-Liste?

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Auf der Welterbe-Liste stehen Gebäude oder Bauwerke aus aller Welt, die einzigartig sind oder auch zu einer vergangenen Kultur gehören. Zum Beispiel die Pyramiden in Ägypten oder die Freiheitsstatue in New York. Aber auch besondere Orte der Natur, wie das Wattenmeer oder das Korallenriff Great Barrier Reef in Australien gehören dazu.

Wer entscheidet, ob man auf der Liste steht?

Das Welterbe ist eine Liste der Unesco, einer Organisation der Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen sind ein Zusammenschluss fast aller Länder der Erde. Um zur Welterbe-Liste zu gehören, muss man sich bewerben. Dafür gibt es genaue Vorgaben. Experten entscheiden darüber.

Warum will man auf dieser Liste stehen?

In vielen Ländern wünschen sich Menschen, dass etwas aus ihrer Umgebung Welterbe wird. Sie hoffen etwa, dass dann viele Besucher kommen, um sich das Welterbe anzusehen. Das bringt Geld an den Ort.

Wie viele Stätten in Deutschland gehören schon dazu?

42 Orte und Landschaften. Dazu gehören das Wattenmeer, der Dom in Köln und mehrere Höhlen in Baden-Württemberg, in denen Musik-Instrumente und Figuren aus der Eiszeit gefunden wurden.

Wer aus Deutschland hat sich dieses Mal beworben?

Zum einen die Wikinger-Stätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein. Haithabu war in der Wikinger-Zeit ein bedeutender Ort für den Handel. Die Wikinger-Siedlung gibt es nicht mehr, dafür aber ein Wikinger-Museum. Das Danewerk war eine Verteidigungsanlage. Zur Anlage gehörten Erdwälle, Mauern, Gräben und ein Sperrwerk in der Schlei. Die Schlei ist ein Meeresarm der Ostsee. Nummer zwei ist der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt. Für ihn ist es schon die dritte Bewerbung, die anderen beiden Male lehnten die Experten ihn ab. Vielleicht klappt es ja dieses Mal.