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»Will Wahl überhaupt erst ermöglichen«

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Hermann Feil

Ruhpolding. Hermann Feil (47) ist Verwaltungsangestellter des Staatlichen Bauamts Traunstein. Der CSUler ist verheiratet und hat drei Kinder, Sophie (19), Johanna (18) und Magdalena (17).


Warum wollen Sie Bürgermeister von Ruhpolding werden?

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Der Dienstleistungsgedanke am Bürger bewog mich, diese Aufgabe anzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Der Zündfunke zur Kandidatur war, überhaupt eine Wahl zu ermöglichen. Entscheidungen mit einem starken Gemeinderat zukunftsweisend zu treffen, sehe ich als Herausforderung, aber auch als notwendige Aufgabe im Sinne unserer Dorfgemeinschaft. Ich stelle mich der Verantwortung, auch wenn anstehende Sanierungen der Finanzen, Korrekturen und Einschnitte für uns alle in der Bevölkerung notwendig werden sollten.

Welches Problem in Ruhpolding wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie gewählt werden?

Überblick zu gewinnen und Einblick zu erlangen über die derzeitige Finanzsituation, da ich der Meinung bin, dass hier nicht alle Informationen an das Kommunalgremium weitergegeben werden. Ehrlichkeit, Offenheit gegenüber dem Gremium, Suche nach besserer Anbindung der Bevölkerung, egal ob Jung oder Alt, müssen an oberste Stelle gesetzt werden. Die politische Gemeinde muss für jeden Einzelnen wieder greifbar sein.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Seit nunmehr 47 Jahren genieße ich als Einheimischer das Angebot meiner Heimat. Erhaltung, Unterhaltung, Weiterentwicklung sind die Themen, an denen wir als Verantwortliche zu arbeiten haben, was die finanzielle Lage jedoch erheblich erschwert. Der eigene Blick zu meiner Frau und meinen drei Kindern erleichtert die vorstehenden Themen anzugehen. Meine Familie ist in das Dorfgeschehen verankert, egal ob im ehrenamtlichen, sportlichen oder politischen Alltag. Einfach gesagt, wir als Teil sind gerne und überzeugte Ruhpoldinger. Gerade unsere Ehrenamtlichen in den Vereinen stellen Jahr für Jahr unter Beweis, was Innovation und gemeinsamer Gedankenaustausch bezwecken kann.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Der Aufgabe gewachsen, ist fachlich kompetent und stets gut vorbereitet. Auf ihn ist immer Verlass, er ist ehrlich, geradlinig und ein Freund klarer Worte. Und er stellt sich seiner Verantwortung. Freundschaftlicher Dialog und Entscheidungsfindung, dies sind die Handlungsfelder auf denen er sich bewegt.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Strukturiertes Arbeiten einer Verwaltung zu begleiten. Begeisterung zu wecken für eine Idee, selbst auch für Neues aufgeschlossen zu sein. Gezielt Aufgaben umzusetzen, die Entscheidungen benötigen. Schlussendlich auch zu Entscheidungen zu stehen. Fehler sind nichts Verwerfliches, wenn Neuerkenntnisse Zulassung finden. Als Schwäche gilt sicherlich in den Augen anderer mein fußballerisches Interesse für die Münchner »Löwen« und trotz Fan der regionalen Küche hi und da ein Abstecher mit den Kindern zu Mc Donalds.

Trotz Biathlon gehen die Übernachtungszahlen in Ruhpolding zurück. Was wollen Sie unternehmen, um diesen Trend zu stoppen?

Hier wird zu viel Ursachenforschung in der Vergangenheit betrieben. Mit diesen allgemeinen Erklärungen ist einer zukünftigen Entwicklung nicht entgegenzuwirken. Biathlon ist nicht alles, so auch die Meinung etlicher Bürger, aber ein Stück vom Ganzen. Auch hier dürfen wir mit Geschehenem nicht zufrieden sein. Wenn wir wieder interessant für unsere Gäste werden wollen, bieten sich nach meinem Gefühl auch Chancen, die Situation zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit unseren Verantwortlichen soll sofort forciert werden, um diese Chancen auszuloten. Die Suche nach stimmigen Investoren und Betreibern einer Hotelanlage darf auch nicht zum Erliegen kommen. RUHPOLDING muss wieder ein touristischer Begriff werden. Schlussendlich braucht neben Zukunft auch Handeln!