weather-image
22°

»Wir erneuern, was erneuert werden muss«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Der Schuldenstand des Mittelschulverbands wird sich voraussichtlich verringern und soll am 31. Dezember dieses Jahres bei rund 312 000 Euro liegen. (Archivfoto: Voss)

Berchtesgaden – Der Mittelschulverband Berchtesgaden hat am Dienstagnachmittag den Haushalt für das Jahr 2019 beschlossen. Auch wenn die Mittelschüler aller fünf Gemeinden voraussichtlich ab dem 1. September 2022 in Bischofswiesen unterrichtet werden, so wird doch noch an manchen Stellen investiert.


Zum Beispiel sind für Schülertische, -stühle, Vorhänge und EDV-Ausrüstung insgesamt rund 27.000 Euro vorgesehen. »Uns ist wichtig, dass alles Notwendige weiterhin vorhanden ist«, betonte Verbandsvorsitzender Franz Rasp bei der Sitzung im Rathaus Berchtesgaden.

Anzeige

Bevor der Haushalt von Kämmerer Richard Beer vorgestellt wurde, informierte Hannes Rasp seine Verbandskollegen über die Jahresrechnung 2018. Das Ergebnis beim Haushalt lag bei rund 869.000 Euro und damit um rund 102.000 Euro über dem Ansatz. Allerdings kommt im Jahr 2019 eine Nachzahlung auf den Mittelschulverband zu – etwa 21.000 Euro. Der Grund dafür ist eine falsche Stromabrechnung im Jahr 2017 sowie eine zu geringe Vorauszahlung für das Jahr 2018. Dies steht in der Jahresrechnung unter dem Punkt »Bewirtschaftungskosten« zu lesen. Die Schulden wurden regulär getilgt und lagen so am 31. Dezember 2018 bei rund 410.500 Euro. Die Rechnung wurde von Herbert Gschoßmann geprüft, für gut befunden und die Entlastung durch die Verbandsmitglieder erteilt.

Richard Beer informierte die Versammlung, dass in diesem Jahr 173 Schüler die Mittelschule Berchtesgaden besuchen, 64 aus Berchtesgaden, 24 aus Marktschellenberg, 59 aus Schönau am Königssee und 26 aus der Ramsau. Dazu kommen noch 27 Gastschüler und sonstige genehmigte Schüler. Insgesamt sind es allerdings 18 weniger als noch im Vorjahr. Daher gibt es heuer auch eine Klasse weniger.

Der Mittelschulverband rechnet in diesem Jahr mit einem Einnahmeausfall, da die umlagenpflichtigen Schüler von 194 auf die besagten 173 gesunken sind. Das bedeutet rund 51.500 Euro weniger. Das wird etwas ausgeglichen, da die Verbandsumlage je Schüler um 200 Euro erhöht wird, daraus ergeben sich wieder rund 35.000 Euro an Einnahmen. Dennoch bleibt eine Lücke von etwa 17.000 Euro, die der Verband einzurechnen hat.

Die Verbandsumlage für dieses Jahr beträgt insgesamt rund 458.000 Euro. Dies haben die beteiligten Gemeinden wie folgt zu schultern: der Markt Berchtesgaden muss 169.600 Euro bezahlen, der Markt Marktschellenberg 63.600 Euro, Schönau am Königssee rund 56.400 Euro und die Gemeinde Ramsau rund 69.000 Euro. Aufgrund der erwähnten falschen Stromabrechnung im Jahr 2017 muss der Haushaltsansatz unter »Bewirtschaftungskosten« auf 138.000 Euro erhöht werden.

Für die Schülerbeförderung steht im Verwaltungshaushalt ein Fehlbetrag von rund 41.600 Euro. Daher sind hierfür heuer rund 82.000 Euro vorgesehen. Für die Tilgung von Krediten sind rund 98.000 Euro eingeplant. Da keine neuen Kredite aufgenommen werden, liegt der Schuldenstand des Mittelschulverbands am 31. Dezember dieses Jahres voraussichtlich bei rund 312.000 Euro, am 1. Januar waren es 410.500 Euro.

Verbandsvorsitzender Franz Rasp versprach, dass der Verband alles dafür tue, damit die »Schule auch weiterhin auf einem guten Stand ist«. »Wir erneuern alles, was erneuert werden muss«, so Rasp. Annabelle Voss