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»Wir sind ein Teil von Marquartstein«

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Nicht nur diese beiden Achtklässlerinnen waren in Marquartstein unterwegs, um zu zeichnen, sondern alle rund 500 Schüler des Gymnasiums. (Foto: Fembacher)

Marquartstein – Wer am Freitag ins Dorfzentrum von Marquartstein kam, dem ging es wie einer älteren Frau, die kopfschüttelnd fragte: »Mei, wo kommen nur die vielen Leut' her?«. Denn rund 500 Schüler des Staatlichen Landschulheims bevölkerten mit Skizzenblöcken und Bleistiften ausgestattet das Dorf.


Auf Gehwegen, Rasenflächen, vor öffentlichen Gebäuden und Privathäusern – überall wimmelte es von Gymnasiasten. Ihre Mission lautete: Zeichnen was das Zeug hält! Als Geschenk zum 80. Geburtstag der Gemeinde Marquartstein hielten sie den Gebäudestand zeichnerisch fest und erschufen ein einzigartiges Architekturporträt. Diese ungewöhnliche Idee stammte von Karl-Heinz Hauser, dem Kunstpädagogen der Schule. Die Schüler hatten den Auftrag, sich einen Platz zu suchen und von diesem aus in alle vier Himmelsrichtungen zu zeichnen. Einige der Schüler, wie die Achtklässlerinnen auf unserem Bild, hatten im Unterricht bereits das perspektivische Zeichnen mit Fluchtpunkten gelernt. Doch auch ohne solche Vorkenntnisse gelangen den Schülern beeindruckende und detailgetreue Zeichnungen, die Karl-Heinz Hauser und seine Kollegen zum Staunen brachten.

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Was mit den Werken passiert, ist indes noch nicht ganz klar. Sicher ist, dass das Landschulheim mit der Kunstaktion am Schulwettbewerb »Marquartstein – 80 Jahre jung? 80 Jahre Marquartstein und Kulturerbejahr 2018 in Bild, Ton und Schrift« teilnimmt, den der Beirat »Kultur & Bildung« der Gemeinde Marquartstein ausgeschrieben hat. Auch eine Ausstellung ist geplant – schließlich sollen alle Marquartsteiner sehen können, was die Schüler gezeichnet haben.

Diese Verbindung zwischen Dorfbewohnern und Landschulheim ist Karl-Heinz Hauser enorm wichtig. Die Idee zur Aktion entsprang seiner Motivation, das Landschulheim im Dorf sichtbarer zu machen: »Wir sind nicht 'die da oben', wir sind ein Teil von Marquartstein.« Und um diese Worte zu unterstreichen, stimmten alle Schüler und Lehrer zum Abschluss ein Ständchen für ihre Gemeinde an. fem