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Die Vorfreude auf die neuen Saison steigt: Chiemings Mannschaftsführer Simon Manteufel (von links), Abteilungsleiter Florian Fritzenwenger und Johannes Green – hier beim Zieleinlauf des Liga-Wettkampfs in Weiden im vergangenen Jahr – gehören der Bayernliga-Mannschaft des TSV an und wollen in diesem Jahr den Aufstieg realisieren. (Foto: TSV)

»Wir wollen aufsteigen«

In dieser Bayernliga-Saison haben die Triathleten des TSV Chieming Großes vor – und Mannschaftsführer Simon Manteufel redet im Gespräch mit unserer Sportredaktion deshalb auch nicht lange um den heißen Brei herum: »Wir wollen aufsteigen«, sagt er klipp und klar. Dafür muss die Mannschaft am Ende unter die ersten beiden Teams kommen und wenn es gar Platz eins werden sollte, dann nehme man das auch sehr gerne mit. »Jeder will doch Meister werden«, sagt Manteufel.


Doch bis zum Aufstieg ist es noch ein weiter Weg. Vier Wettkämpfe sind von Mitte Mai bis Ende Juli in der Bayernliga geplant. Los geht es am 14. Mai mit einem Super-Sprint in Weiden. Dann sind Stationen in Erding (19. Juni/Sprint), Hof (17. Juli/Olympische Distanz) und Beilngries (31.Juli/Mannschaftssprint) angesetzt. »Es schaut aktuell so aus, dass alles wie geplant stattfinden wird«, sagt Simon Manteufel. Auch Triathlon-Abteilungsleiter Florian Fritzenwenger zeigt sich zuversichtlich, »dass alle Wettkämpfe umgesetzt werden können. Unsere Planungen für die Saison laufen jedenfalls voll.« Aber freilich wissen beide auch, dass die Corona-Pandemie den Athleten erneut in die Quere kommen könnte. »Es kann kurzfristig immer etwas sein«, hebt Manteufel hervor.

Dennoch steigt die Vorfreude auf die ersten Triathlon-Wettkämpfe der Saison – und darauf bereiten sich die Chieminger Triathleten derzeit akribisch vor. Sie können dabei auch weiter auf Profi-Unterstützung zählen: Denn Christian Jais schreibt den TSV-Sportlern, die zuletzt auch eine Leistungsdiagnostik zur noch besseren Trainingssteuerung gemacht haben, wieder die Trainingspläne.

»So können wir unsbesser einspielen«

Mut macht den Chiemingern übrigens auch, dass schon die vergangene Saison, die coronabedingt ja nur aus zwei Wettbewerben bestand, sehr erfolgreich für sie gelaufen ist. Der TSV holte die Vizemeisterschaft – und man hätte als Zweiter sogar im Nachhinein noch aufsteigen können, informiert Manteufel. Der Verband stellte nämlich in der Winterpause die Ligen teilweise neu auf. Chieming lehnte den Sprung in die Regionalliga am grünen Tisch aber ab. »Wir wollten das nicht«, erzählt Simon Manteufel. »Wir wollen es sportlich richten«, nennt er den Anspruch des TSV. Und so ein weiteres Jahr in der Bayernliga findet er auch gar nicht so schlecht. »Als Mannschaft können wir uns so noch besser einspielen«, ist er überzeugt.

Der Kern des Teams ist ebenfalls zusammengeblieben – und so schickt der TSV wieder eine starke Mannschaft ins Rennen. Passieren könne dennoch viel, weiß Mannschaftsführer Manteufel aus Erfahrung. »Es wird auch viel auf unsere Tagesform ankommen.«

Der TSV wird in diesem Jahr auch wieder eine Damen-Mannschaft an den Start schicken. Die Chiemingerinnen werden zusammen mit Memmingen die Startgemeinschaft Allgäu/Chiemgau bilden und in der Bayernliga ihr Glück versuchen. Das Schöne dabei ist: Sie haben die gleichen Wettkämpfe und Wettkampforte wie die Männer im Programm stehen.

»Es war uns wichtig, auch weiterhin eine Damen-Mannschaft am Start zu haben«, betont Florian Fritzenwenger. »Unsere Damen sind sehr motiviert«, freut sich Simon Manteufel. Große Ziele verfolgen die Damen in dieser Saison noch nicht. »Sie wollen sich erst einmal als Team weiter finden und Routine reinbekommen«, ergänzt der Mannschaftsführer.

Hanno Nüßleinhofft auf Hawaii-Start

Neben den Ligastartern hat die Abteilung aber auch viele weitere Triathleten in ihren Reihen. Einer davon ist Hanno Nüßlein, und auf den ist die Abteilung besonders stolz. Denn Nüßlein ist der erste Chieminger Triathlet, der das Ticket für die Ironman-WM auf Hawaii gelöst hat. Nüßlein hofft, dass er im Oktober nun auch endlich in Kona an der Startlinie stehen wird, nachdem das legendäre Rennen zuletzt zweimal coronabedingt abgesagt werden musste.

Aber auch die anderen Athleten wollen in diesem Jahr wieder deutlich mehr Wettkämpfe absolvieren als in den vergangenen beiden Corona-Jahren. Einer davon soll der Chiemsee-Triathlon – also das Heimrennen der Chieminger – werden. Florian Fritzenwenger ist froh, dass der Triathlon direkt vor der Haustür in diesem Jahr wieder stattfinden kann. »Es ist schön, dass es weitergeht und der Triathlon ist auch für unsere Region wichtig«, ist er überzeugt. Geplant ist der Wettkampf – diesmal werden nur Rennen über die Kurz- (1,5 km Schwimmen, 42 km Radfahren, 10 km Laufen) beziehungsweise die Mitteldistanz (2 km, 84 km, 20 km) angeboten – für den 25. Juni.

Was Fritzenwenger ebenfalls freut ist die Tatsache, dass die Abteilung in der Pandemie entgegen dem Trend auch neue Mitglieder gewinnen konnte. »Wir haben uns nicht kleinkriegen lassen«, sagt er stolz. Er führt das auf einen starken Teamgeist zurück. »Bei uns wird der Teamgedanke sehr groß geschrieben.«

Um auch für die Zukunft bestens gerüstet zu sein, will der TSV übrigens auch seine Jugendarbeit intensivieren. »Wir wollen ganz klar unseren eigenen Nachwuchs aufbauen«, unterstreicht Florian Fritzenwenger. Ein Konzept, wie das funktionieren könne, habe man bereits erarbeitet und es soll in den nächsten Jahren dann auch schon die ersten Früchte tragen. Schließlich wollen die Chieminger Triathleten auch in Zukunft bei den Wettkämpfen ganz weit vorne mitmischen.

SB