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Wohin geht die Reise?

Wohin geht die Reise des Fußball-Landesligisten SV Kirchanschöring? Wohin sie am heutigen Samstag im wörtlichen Sinn geht, ist klar: zum Tabellenletzten SE Freising (Anstoß um 15 Uhr). Doch wohin die Reise der »Anschöringer« im übertragenen Sinn im Lauf dieser Premieren-Saison der Landesliga Südost geht, das ist noch völlig offen.

Nach zwei Spielen ohne Sieg (allerdings auch ohne Niederlage) hebt SVK-Trainer Günter Heberle schon mal warnend den Zeigefinger: »Mir ist keineswegs klar, dass wir in Freising punkten. Wir müssen schon aufpassen, dass wir nicht gleich in der Tabelle unten reinrutschen.« Die Domstädter haben zwar ihre ersten beiden Begegnungen verloren (0:1 gegen Waldkirchen, 2:3 in Holzkirchen), doch die Truppe um Torjäger Maximilian Griesgraber wird keineswegs als Abstiegskandidat eingeschätzt. Ihre eigene Zielsetzung nach dem souveränen Aufstieg aus der Bezirksoberliga lautet »Mittelfeldplatz«.

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Das weiß man natürlich auch im SVK-Lager sehr genau, weshalb die Konzentration auf diese eminent wichtige Partie gleich nach dem Derby gegen den TSV Ampfing (1:1 am Mittwochabend) hoch gehalten wurde. Da es sich heute um das dritte Spiel binnen acht Tagen handelt, darf man gespannt sein, ob Heberle frische Kräfte bringt, oder ob er an der im zweiten Durchgang gegen die »Schweppermänner« durchaus überzeugenden Formation festhält. Wer den Ex-Profi kennt, der traut ihm auf alle Fälle die eine oder andere Umstellung zu – allein schon aus taktischen Gründen.

Kleinere Umstellungen hatte es auch vom Pullach- aufs Ampfing-Spiel gegeben: So kam am Mittwoch Bernd Eimannsberger zu seinem Saisondebüt, während Michi Obermeier (dessen Oberschenkel zwickte) zum Zuschauen verurteilt war und wohl auch in Freising nicht zur Debatte stehen wird.

Außerdem durfte Simon Singhammer ab der 33. Minute anstelle von Christian Jäger ran, obwohl Singhammer vor Wochenfrist überraschend noch zu einem Einsatz im Testspiel der »Zweiten« degradiert worden war. Und prompt lief einer der schönsten Angriffe über ihn. Nur der krönende Abschluss durch Tom Dengel (auch er wäre mal für einen längeren Einsatz vorstellbar) fehlte.

Man kann sich also auch diesmal die eine oder andere Personal-Rochade vorstellen, wenngleich es nach dem Mittwochs-Auftritt definitiv keinen ernsthaften Grund gibt, großartige Veränderungen vorzunehmen. Schon gar nicht in der Defensive, die prima stand und die meisten Ampfinger Angriffe im Keim erstickte. Ex-Kapitän Dennis Kracker verbrachte einen vergleichsweise ruhigen Abend im Kasten. »Und beim Gegentor war er machtlos«, so Günter Heberle.

An die letzten Duelle mit SE Freising haben die »Anschöringer« übrigens sehr gute Erinnerungen: Am 15. Spieltag der Bezirksoberliga-Saison 2010/2011 gewannen sie in der Savoyer Au mit 1:0, in der 30. und letzten Runde landeten sie einen 2:0-Sieg, mit dem sie sich Platz zwei und damit die Teilnahme am Stichkampf um die Vizemeisterschaft sicherten. cs