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Auf dem früheren Deutz-Gelände wünschen sich die Bürger Wohnungen, Gastronomie und Kleinbetriebe. (Foto: vom Dorp)

Wohnen, Gastronomie und Kleingewerbe: Bürgerwerkstatt Deutz legt dem Gemeinderat Überlegungen für die Nutzung vor

Übersee – Die Bürgerwerkstatt, die sich Gedanken zur Nutzung des ehemaligen Deutz-Geländes macht, hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erste Ergebnisse vorgelegt. Die breite Palette der Wünsche fließt als Anregung in den Planungswettbewerb ein.


Bürgermeister Herbert Strauch (FBL) dankte den zehn Bürgern, die sich insgesamt dreimal getroffen haben, um Wünsche und Ziele aus der Bürgerschaft für das ehemalige Deutz-Gelände zu erarbeiten. Generell habe man sich für eine Mischung aus Wohnen, Gastronomie und nicht störendem Kleingewerbe ausgesprochen.

Diese Anregungen gab die Bürgerwerkstatt: Bestehende Kultureinrichtungen wie etwa der »Freiraum« sollen erhalten bleiben. Außerdem soll das neue Quartier unterschiedlichen sozialen und demografischen Nutzungsansprüchen gerecht werden. Zu denken ist beispielsweise an einen sozial geförderten und bezahlbaren Wohnraum vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. Hinsichtlich der Wohnstruktur einigte man sich auf attraktive Alternativen zum Einfamilienhaus. Das soll durch eine verdichtete Bauweise mit Geschoßwohnungsbauten und Doppel-beziehungsweise Reihenhäusern mit zwei und drei Geschosse möglich werden. Zwischen den Grundstücken will man keine Barrieren, sondern fließende Übergänge von öffentlichem Grün für Spielplätze und Treffpunkte schaffen. Auf eine Durchgangsstraße und fließenden Autoverkehr soll – bis auf Rettungswege sowie zum Be- und Entladen – verzichtet werden. Stattdessen haben Radfahrer und Fußgänger im gesamten Quartier Vorrang. Parkplätze sind möglichst unterirdisch anzulegen.

Der Gemeinderat signalisierte den Bürgerwünschen einstimmig seine Unterstützung, vor allem bei der Berücksichtigung der anstehenden Planungswettbewerbe. Hinsichtlich der Energieversorgung im Baugebiet Übersee-Ost soll ein Biomasseheizwerk entstehen und das Gebiet an diese Nahwärmeversorgung angeschlossen werden.

Im Rahmen der Bauleitplanung werden nach dem Wunsch der Verwaltung Punkte wie Lärm, Wasser, Altlasten und Verkehr abgearbeitet. Für die Prüfung der Abwasserversorgung soll ein Ingenieurbüro eingeschaltet werden, sobald ein Entwurf vorliegt.

bvd