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Wolfgang Kentzia zum Ehrenvorsitzenden ernannt

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Kommandant Michael Klauser (links) und Vereinsvorstand Michael Weikl (rechts) ernannten Wolfgang Kentzia zum Ehrenvorsitzenden des Feuerwehrvereins. (Foto: Flug).

Unterwössen – Mit Wehmut und hohem Respekt vor der Leistung in der Wehr, folgte die Feuerwehr Unterwössen dem Wunsch ihres langjährigen Zweiten Kommandanten Robert Stengel, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen wollte. Als sein Nachfolger wurde Thomas Mariacher bei der Jahreshauptversammlung im Restaurant Lickei gewählt.


Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Michael Weikl nannte Robert Stengel einen »wahnsinnig verdienten Mann«. Kreisbrandinspektor Georg König sagte, dass Stengel für den Kreisfeuerwehrverband eine feste Größe und wertvoller Ansprechpartner gewesen sei. Kommandant Michael Klauser bescheinigte seinem Stellvertreter eine »herausragende Arbeit«. Stengel habe sieben Jahre als Erster und 19 Jahre als Zweiter Kommandant viel für die Unterwössner Wehr geleistet. Bürgermeister Ludwig Entfellner nannte ihn »eine Marke im Feuerwehrwesen des Achentals«. Als Stengels Nachfolger wurde Thomas Mariacher einstimmig gewählt. Das Amt des zweiten Schriftführers übernimmt Hans-Peter Witwer von Sebastian Haag. Der widmet sich zukünftig anderen Aufgaben.

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Zu 35 Einsätzen rückte die Feuerwehr Unterwössen im vergangenen Jahr aus, berichtet Kommandant Michael Klauser. Sechsmal mussten Personen mit der Drehleiter gerettet werden, 26 Mal wurde die Wehr zu technischen Hilfeleistungen und neunmal zu Bränden gerufen. In Erinnerung geblieben ist vor allem der Brand in Staudach-Egerndach im Juni. Damals war der Stall einer ehemaligen Landwirtschaft in Brand geraten, das Feuer griff auf das Wohnhaus über. Ein Kind wurde leicht verletzt, Tiere kamen nicht zu Schaden. Es entstand ein Schaden von mehreren 100 000 Euro. Die Wössner Wehr beteiligte sich damals mit 15 Mann und war sechs Stunden im Einsatz.

Als das Unwetter das Chiemsee Summer Festival beendete, waren Wehren aus der ganzen Region alarmiert. Die Unterwössner Feuerwehr sorgte dafür, dass die Straßen für die nachrückenden Einsatzkräfte frei waren. Die ganze Nacht räumten diese Kräfte in Unter- und Oberwössen umgefallene Bäume von Straßen und Gehwegen, berichtete der Kommandant.

Insgesamt 1550 Stunden war die Wehr im vergangenen Jahr im Einsatz, rechnete Michael Klauser vor. Dazu zählen auch die 28 Übungen, aufgeteilt in Monatsübungen, Zugübungen und Jugendübungen. Besonders ins Gewicht schlug der Übungssamstag für Atemschutzträger in Oberwössen. Die Unterwössner Wehr absolvierte mit insgesamt 15 Mann die Leistungsprüfung Wasser. Drei Wehrleute durchliefen den Motorsägenkurs, zwei den Kurs für Technische Hilfeleistung. Vier Feuerwehrmänner stehen in der modularen Truppmannausbildung.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Michael Weikl freute sich über ein erfolgreiches Jahr 2017. Die Bevölkerung nahm das alljährliche Dorffest der Feuerwehr im Juni sehr gut an. Mit den Hallgrafenmusikanten und den Berchtesgadener Buam sei es ein schönes Fest geworden. Zur Hallenparty im November spielte erstmals die Guten-A-Band, dere Auftritt die Party zu einem Erfolg machte. Als erneuten Erfolg verbuchte Weikl das Engagement der Wehr im Ferienprogramm des Wössner Regenbogens. Neu im Jahreskonzept der Unterwössner Wehr war eine gemeinsame Veranstaltung mit der hiesigen Gemeinschaftspraxis und Apotheke unter dem Motto »Leben retten«. Rund 50 Teilnehmer nahmen das Angebot an, sich umfangreich beraten lassen und die Wiederbelebung an Puppen zu üben.

Kassier Markus Guggenbichler sieht zurück auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr, das er unter anderem dem Engagement der Mitglieder in Feuerwehrfest und Hallenparty zuschreibt.

Weikl sieht im Jahreskalender das Feuerwehrfest Ende Juni mit Live-Musik von D'Residenz. Die Guten-A-Band wird wieder zur Hallenparty am 3. November aufspielen. Weiter steht für dieses Jahr ein Ausflug nach Österreich am 3. Oktober an und die Fortführung der Renovierung des Feuerwehrhauses. Nun steht die Außenrenovierung an.

Kreisbrandinspektor Georg König sieht eine immer leistungsfähigere Wehr im Inspektionsbereich Traunstein. Die Einsätze werden mit mehr Einsatz und Taktik abgearbeitet. Da hinein passe das Großschadensereignis, das Unwetter um den Chiemsee Summer.

»Wir wissen in Unterwössen, dass uns unsere Feuerwehren zur Seite stehen«, so Bürgermeister Ludwig Entfellner. Die Feuerwehr sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Da sei es keine Selbstverständlichkeit, dass deren Mitglieder mit eigenem Engagement zur Finanzierung und zum Erhalt der Ausrüstung beitragen.

Anschließend wurde Wolfgang Kentzia zum Ehrenvorsitzenden des Feuerwehrvereins ernannt. Der stellvertretende Kassier hat sich dies durch – wie es in der Ernennungsurkunde heißt – langjährige Verdienste und sein unermüdliches Engagement für die Feuerwehr Unterwössen erarbeitet. Kentzia war von 1992 bis 2006 für 14 Jahre Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Geehrt wurden auch Stefan Wimmer und Martin Schlaipfer für 25 Jahre aktiven Dienst in der Unterwössner Wehr. lukk