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FCA dreht Partie

Wolfsburg verliert durch Abwehrpatzer gegen Augsburg

Der stark ersatzgeschwächte FC Augsburg gewinnt etwas überraschend beim VfL Wolfsburg. Grobe Abwehrfehler begünstigen die Pleite. Bei den Gästen steht Debütant Framberger im Mittelpunkt.

VfL Wolfsburg - FC Augsburg
Der FC Augsburg drehte die Partie gegen den VfL Wolfsburg. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Wolfsburg (dpa) - Das angesichts der vielen Ausfälle überraschende 2:1 (1:1) beim VfL Wolfsburg nahm der FC Augsburg fast schon selbstverständlich zur Kenntnis. «Die Mannschaft als Rumpftruppe zu bezeichnen, ist frech», sagte Torschütze Halil Altintop ebenso frech: «Wir haben einen Riesen-Kader.»

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Riesig genug auf jeden Fall, um etlichen Ausfällen zu trotzen und sich zum Rückrunden-Auftakt deutlich Luft im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zu verschaffen. Altintop, Torschütze zum 1:1 (25. Minute), war einer von vier Spielern, die FCA-Coach Manuel Baum unfreiwillig neu uns Team bringen musste. Der andere Torschütze, Dominik Kohr (69.), kam noch in der ersten Halbzeit für einen weiteren Verletzten, den Tschechen Jan Moravek, in die Mannschaft.

Besonders stolz waren die Augsburger aber auf ein echtes Eigengewächs. Rechtsverteidiger Raphael Framberger kam für den erkrankten Paul Verhaegh in die Mannschaft und damit zu seinem ersten Bundesligaspiel. Der 21-Jährige spielte stark und bereitete sogar den Siegtreffer vor. «Er hat wirklich ein tolles Spiel gemacht», sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter, der glückselig hinzufügte: «Das war für uns heute enorm wichtig. In unserer Situation nehmen wir jeden Punkt gerne mit.»

Durch den Sieg zogen die Schwaben mit nun 21 Zählern am VfL in der Tabelle vorbei auf Platz zwölf und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wolfsburg dagegen muss mit weiter 19 Zählern nach zuvor drei Siegen wieder nach unten schauen. «Wir haben einen Befreiungsschlag verpasst, weil wir uns selbst geschlagen haben», schimpfte VfL-Coach Valérien Ismaël, für dessen Team lediglich Mario Gomez (4.) - allerdings aus Abseitsposition - traf.

Vor 24 811 Zuschauern gab die frühe Führung den Gastgebern indes keine Sicherheit. Individuelle Fehler von Luiz Gustavo und Torhüter Diego Benaglio vor dem 1:1 und von Vieirinha vor dem 1:2 führten zur Niederlage. Auch, weil die im Winter für bislang 30 Millionen Euro aufgerüsteten Wolfsburger im Angriff zu uninspiriert waren oder am glänzend aufgelegten früheren VfL-Keeper Marwin Hitz im Augsburger Tor scheiterten. «Die waren trotz der frühen Führung nicht wirklich überlegen», stichelte Hitz.

Augsburg blieb davon erstaunlich unbeeindruckt, spielte munter nach vorne, zeigte sich gut organisiert und setzte den VfL früh unter Druck. Und so zwangen die Schwaben die Gastgeber auch zu Fehlern wie vor den Augsburger Toren. Dabei hatte Augsburgs neuer Coach Manuel Baum neben dem gelb-gesperrten Konstantinos Stafylidis kurzfristig drei weitere Spieler ersetzen müssen. «Unser Kader ist eben gut», sagte Hitz.

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