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Wolfsburg weiter ohne Sieg unter Labbadia - 0:0 bei Hertha

Hertha BSC muss weiter auf das 1000. Tor im Olympiastadion warten, Wolfsburg droht der Absturz auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Das trostlose 0:0 nach mäßigem Spiel hat beiden Teams nicht das erhoffte Erfolgserlebnis beschert.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg
Herthas Arne Maier (l) im Zweikampf mit Maximilian Arnold (r) vom VfL Wolfsburg. Foto: Jan Kuppert Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der VfL Wolfsburg wartet auch nach dem fünften Spiel unter Bruno Labbadia auf den ersten Sieg mit seinem neuen Coach und hat den erhofften großen Schritt im Abstiegskampf verfehlt.

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Die Niedersachsen kamen bei Hertha BSC im mauen Duell zweier harmloser Offensiven zu einem 0:0. Bei einem Sieg des FSV Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag würden die Wolfsburger damit auf den Relegationsrang stürzen, zuletzt stand der VfL am ersten Spieltag in der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga.

Hertha bleibt nach dem vierten torlosen Unentschieden der Rückrunde mit deutlichem Abstand auf die Europapokalplätze im Mittelfeld der Tabelle. Und auch die Feier des Tor-Jubiläums im Olympiastadion wurde vor 34 765 Zuschauern erneut aufgeschoben: Die Berliner stehen immer noch bei 998 Heimtoren in der Bundesliga und sind nun bereits seit 302 Minuten vor eigener Kulisse ohne Treffer.

«Wir müssen weiter auf das 1000. Tor im Olympiastadion warten. Aber wir müssen den Punkt mitnehmen», meinte Hertha-Coach Pal Dardai. «In der ersten Halbzeit waren wir besser, aber der letzte Pass hat gefehlt. Die zweite Hälfte war weniger gut», urteilte der Ungar bei Sky. Mittelfeldspieler Mitchell Weiser sprach von «einem Kampfspiel mit wenigen Chancen» und konstatierte: «Wir haben keinen überzeugenden Fußball gespielt. Solche Tage gibt es.»

Das Duell der vor allem in der Rückrunde äußerst angriffsschwachen Teams begann zunächst munter. Vor allem über die rechte Seite sorgte Hertha für Druck. Nach einer Ecke von U21-Europameister Mitchell Weiser traf Mathew Leckie in der fünften Minute per Kopf nur den Pfosten. Der Australier war für den erkrankten Valentino Lazaro in die Startelf gerückt.

Wolfsburg war die Verunsicherung nach zuvor drei Niederlagen in Serie weiter anzumerken. Vladimir Darida setzte sich über rechts stark durch, seine Flanke wurde jedoch abgeblockt (8.). Beim VfL war Innenverteidiger Robin Knoche nach Adduktorenproblemen rechtzeitig fit geworden und sorgte in der Zentrale mit Jeffrey Bruma nach der wackligen Anfangsphase für etwas Sicherheit. Zudem stand Kapitän Ignacio Camacho nach einer Sprunggelenksverletzung erstmals seit Ende Oktober wieder auf dem Platz, zeigte aber noch etwas Eingewöhnungsschwierigkeiten. «Wir wollten den Sieg mitnehmen. Aber bei so wenig offensiven Spiels von beiden Seiten war das 0:0 ein realistisches Ergebnis», meinte VfL-Torwart Koen Casteels.

Offensiv setzten die Niedersachsen nach gut einer Viertelstunde ein erstes Achtungszeichen. Nach einer flachen Hereingabe von Maximilian Arnold hatte Hertha-Verteidiger Niklas Stark Glück, dass er den Ball nur an den Pfosten und nicht ins eigene Netz drückte (19.).

Beide Teams setzten vor allem auf Sicherheit, gingen kein großes Risiko ein. Es fehlten die individuellen Glanzpunkte. Hertha war weiter gefährlicher, ein Schlenzer von Salomon Kalou strich knapp am rechten Pfosten vorbei (37.). Doch wie zuletzt blieben die Erfolgserlebnisse aus - schon zuvor hatte Hertha in vier Rückrundenspielen vor heimischer Kulisse lediglich zwei Treffer erzielt.

Auch Wolfsburgs Offensive blieb abgemeldet. Labbadia brachte zwar zur zweiten Halbzeit Daniel Didavi für den wirkungslosen Victor Osimhen, doch Hertha hatte weiter die größeren Möglichkeiten. Den abgefälschten Schuss von Maximilian Mittelstädt parierte Keeper Koen Casteels sicher (61.). Auch in der Schlussphase blieben beide Teams den Beweis der Torgefährlichkeit schuldig. Bei Hertha gab Julian Schieber in der Schlussphase nach mehr als einjähriger Zwangspause wegen eines Knorpelschadens im Knie sein Comeback. «14 Monate waren eine lange Zeit für mich. Leider war es für beide Mannschaften kein schönes Spiel», meinte der Stürmer. In der Nachspielzeit sah Wolfsburgs Joshua Guilavogui die Gelb-Rote Karte.

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